Alexander Zverevs Aufschlag - aus dem Urlaub zurück

Vier Match-Siege in Shanghai, der Qualifikation für das ATP Finale näher gekommen - für Alexander Zverev ist die vergangene Woche sehr gut gelaufen. Ein Grund dafür: Der Aufschlag der deutschen Nummer eins.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.10.2019, 07:40 Uhr

Alexander Zverev schlägt wieder wie im Herbst 2018 auf
© Getty Images
Alexander Zverev schlägt wieder wie im Herbst 2018 auf

Im Endspiel des ATP-Masters-1000-Turniers in Shanghai gegen Daniil Medvedev hat nicht mehr viel funktioniert für Alexander Zverev, auch der erste Aufschlag fand nur noch zu 65 Prozent ins Ziel. Und führte mit exakt derselben Quote auch zum Punktgewinn für Zverev. Sieben Asse standen am Ende des 4:6 und 1:6 drei Doppelfehlern gegenüber. Eine Ausbeute, die der gebürtige Hamburger im Sommer 2019 jederzeit gerne genommen hätte. Allerdings: Das Timing im Endspiel von Shanghai ließ zu wünschen übrig - zwei der drei Doppelfehler leistete sich Zverev beim Stand von 4:5, 30:30, gab so den ersten Satz fast kampflos ab.

Kein Vergleich zu Cincinnati indes, wo Alexander Zverev traditionell große Probleme hat. Selten waren diese offensichtlicher als in diesem Jahr in der Partie gegen Miomir Kecmanovic: 20 freie Punkte schenkte Zverev da seinem Gegner via Doppelfehler. Der Serbe konnte gar nicht anders, als auf dieses freundliche Angebot einzugehen und die deutsche Nummer eins aus dem Wettbewerb zu kegeln. Spätestens nach Shanghai lässt sich aber sagen: Alexander Zverevs Aufschlag ist zurück.

Zverev in Shanghai mit bestechendem Aufschlag

Schon in den ersten drei Runden bei den US Open schien es, als hätte sich Zverev gefangen. Vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatte das Team um ihn vermehrtes Augenmerk auf das Training des Services gelegt. Ganz speziell in Hinblick auf die Bewegung des hinteren Beins, das bei Zverevs Aufschlagbewegung keinen soliden Stand hat. Beim Aus gegen Diego Schwartzman wurden aber doch wieder 17 Doppelfehler in der Abschlussbilanz vermerkt. Dann kam der Laver Cup. Und mit den Auftritten in Genf auch das Selbstvertrauen in den eigenen Aufschlag. Schon in Peking fiel das Verhältnis zwischen Assen und Doppelfehlern durchwegs positiv aus, in Shanghai zeigte sich dann wieder jener Alexander Zverev, der im vergangenen Jahr bei den ATP Finals im Halbfinale gegen Roger Federer und im Endspiel gegen Novak Djokovic unantastbar wirkte.

Die Zahlen von Shanghai bestätigten nun endgültig die Trendwende: 21:3 das Verhältnis zwischen Assen und Doppelfehlern zum Auftakt gegen Jeremy Chardy, 17:7 immer noch gegen Andrey Rublev. Dann die nervenstarke Vorstellung gegen Roger Federer mit 17 Assen und nur einem Doppelfehler. Und auch im Halbfinale hatte Zverev gegen Matteo Berrettini ein 11:1 in dieser Statistik aufzuweisen.

Alexander Zverev darf sich also wieder auf seine wohl stärkste Waffe verlassen. Diese wird aber schon in wenigen Tagen beim ATP-Tour-500-Turnier in Basel einer neuen Belastungsprobe unterzogen werden.

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Montag
14.10.2019, 07:55 Uhr
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