Alexander Zverevs Sprung ins Tennisjahr: "Immer neue Hoffnung"

Erfrischt und voller Tatendrang startet Alexander Zverev beim United Cup in die neue Saison. Seine Ziele sind unverändert hoch.

von SID
zuletzt bearbeitet: 02.01.2026, 12:02 Uhr

Alexander Zverev wagt 2026 einen neuen Anlauf
© Getty Images
Alexander Zverev wagt 2026 einen neuen Anlauf

Alexander Zverev geht stets voran im deutschen Tennis, folgerichtig also auch in Badehose. Als erster aus dem DTB-Team für den United Cup sprang der Hamburger bei einem Medientermin in Sydney ins erfrischende Nass - und hatte sichtlich Freude, dass sich Eva Lys, Deutschlands Nummer eins bei den Frauen, am Steg des Freiwasserschwimmbades gehörig zierte. "Wir genießen den Moment, bevor es ernst wird", sagte der Weltranglistendritte Zverev vor dem Start ins Tennisjahr mit einem Lächeln.

Für Deutschlands Starspieler, der auch nach 39 Grand-Slam-Turnieren weiter auf seine Krönung warten muss, wird 2026 ohne Untertreibung richtungsweisend. Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind dem 28-Jährigen nicht nur im Ranking enteilt, auch die großen Titel machen der Spanier und der Südtiroler seit zwei Jahren exklusiv unter sich aus. Zugleich drücken Spieler, die teils noch jünger sind als Sinner (24) und Alcaraz (22), von unten.

"Eine neue Saison bedeutet immer neue Hoffnung", hatte Zverev bei seiner Ankunft Anfang der Woche am Flughafen von Sydney erklärt. In Australien, beim traditionellen Saisonstart, will er Schwung holen. Der United Cup, das Nationenturnier in Sydney und Perth, stellt dabei bereits zum vierten Mal für ihn die ideale Vorbereitung auf die Australian Open in Melbourne (18. Januar bis 1. Februar) dar.

Gute Erinnerungen an den United Cup

"Ich freue mich sehr auf die Rückkehr", sagte Zverev vor dem Auftakt gegen die Niederlande (Sonntag, 0.30 Uhr MEZ) in Sydney. Es sei "immer etwas Besonderes, das Jahr dort zu beginnen".

Seine Erinnerungen an das Turnier, bei dem es auch Ranglistenpunkte zu gewinnen gibt, sind bestens: 2024 führte Zverev die DTB-Auswahl an der Seite von der mittlerweile zurückgetretenen Angelique Kerber zum Sieg. Im vergangenen Jahr gewann er jedes seiner drei Matches, nahm den Schwung mit zum ersten Grand-Slam-Highlight in Melbourne, wo sein Weg erst im Finale gegen Titelverteidiger Sinner zu Ende war.

Anschließend war Zverev niedergeschlagen ob der deutlichen Niederlage in drei Sätzen - aber auch hoffnungsfroh, denn aufgrund von Sinners dreimonatiger Dopingsperre schielte der Hamburger auf Rang eins in der Weltrangliste. Was folgte, war allerdings eine Saison mit nur einem Turniersieg (München), aber zahlreichen Rückschlägen. Tiefpunkt: Das Erstrundenaus in Wimbledon gegen den französischen Außenseiter Arthur Rinderknech und das anschließende Bekenntnis, mental und emotional am Boden zu sein.

Zverev muss nur Nuancen verändern

In der Ken Rosewall Arena von Sydney soll nach Malediven-Urlaub und Training in der Wahlheimat Monaco nun der Neustart erfolgen, unter welchen Anpassungen auch immer. Betreut wird er weiter von seinem Vater Alexander senior, ein intensiveres Engagement von Toni Nadal, das im vergangenen Sommer angedeutet wurde, hat sich bislang nicht konkretisiert.

Zverevs Perspektiven wurden in der kurzen Winterpause eifrig diskutiert, ob von Boris Becker oder weiteren Grand-Slam-Siegern wie Andy Roddick und Yevgeny Kafelnikov. Einhelliger Tenor: Zverev müsse Nuancen verändern. Weniger eindeutig: welche.

Erste Eindrücke dürften die Matches beim United Cup liefern. Nach dem Auftakt in Gruppe F gegen die Niederlande trifft das deutsche Team am Montag (7.30 Uhr MEZ) auf Polen. Die Viertelfinals bei dem Turnier mit 18 Nationalteams finden am 8./9. Januar statt, das Endspiel steigt am 11. Januar.

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Freitag
02.01.2026, 13:15 Uhr
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