Alter Damian Roman mit neuem Spielstil zurück in der Erfolgsspur
HTT Altmeister Damian Roman ist im Finale des März HTT 500 Turniers 2026 auf die Siegerstraße zurück...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
26.03.2026, 20:18 Uhr
HTT Altmeister Damian Roman ist im Finale des März HTT 500 Turniers 2026 auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Der 43jährige Rumäne, der am Dienstag Abend am Centercourt des UTC La Ville sein insgesamt 75. HTT-Karriere-Finale bestritt, blieb beim letzten großen HTT-Turnier der Hallensaison 2026/2026 mit einem 6:0, 6:4 Erfolg im Finale über Jungstar Patrick Breitenstein siegreich, und holte sieben Monate nach seinem bislang letzten Turniersieg bei den HTT US Open, wieder eine der begehrten HTT-Trophäen nach Hause. Der erste Saisontitel war zugleich Turniersieg Nr. 47 in der außergewöhnlichen Karriere des Ranglisten-Ersten, der zudem über den 22. HTT-500er-Titel und zehn Jahre nach seinem ersten März HTT 500-Turniersieg über den dritten Erfolg bei diesem Turnier nach 2016 und 2023 jubelte. Ein Bericht von C.L
Damian Roman hat sich und sein Tennis neu erfunden
Der 24. März 2026, er könnte bei dem scheinbar in weiter Ferne liegenden Rückblick auf seine jetzt schon exzellente Karriere, zum ganz speziellen und besonderen Datum werden. Weniger aufgrund der Tatsache, dass sich der HTT-Superstar an diesem Tag den März HTT 500 Titel sicherte, und ertstmals seit den Deutsch Wagram Open 2023 wieder einen Turniersieg auf HTT 500er-Niveau einstreifte. Viel mehr allerdings aufgrund des Umstandes, wie sich der HTT Großmeister vom TC Strebersdorf im finalen Duell mit Youngster Patrick Breitenstein präsentierte, und in welcher Art und Weise, er sich mit seinen 43 Jahren zum Titelgewinn spielte. Weg von den kraftraubenden Grundlinien-Ralleys, die der 9fache HTT Grand Slam Champion zu weit hinter der Grundlinie agierend in der Vergangenheit bestritt. Weg von den Grundschlägen, die in hohem Bogen zwar sicher, aber gegen die immer stärker und vorallem jünger werdende Konkurrenz effektivlos verpufften. Damian Roman hat die Zeichen der Zeit erkannt, sein verstaubtes und unattraktives Grundlinien-Tennis eingemottet, und sich selbst mit neuem Spielstil neu erfunden. Der finale Auftritt beim März HTT 500 Turnier könnte also auch für das erste Match einer neuen Damian Roman-Ära gesorgt haben, und das trotz seines fortgeschrittenen Sportler-Alters.
Damian Roman siegt im dritten Versuch erstmals über Patrick Breitenstein, und gewinnt das 2.350 Einzelturnier der HTT Geschichte
Man nehme ein neues Racket zur Hand, verändere die Bespannungshärte, und fasse den Mut, mit offensiver, vorallem aber aggressiver Spielweise seinen über Jahre hinweg gewohnten und auch überaus erfolgreichen Spielstil zu verändern. Das ist Damian Roman beim 30. HTT Saisonturnier 2026 eindrucksvoll und zum Staunen der Konkurrenz gelungen. Der einstige Edelschupfer, glänzte mit moderner Art Tennis zu spielen, und schaffte den längst nötigen Turnaround in typischer Damian Roman-Manier, nämlich mit einem prompt erzielten Erfolgserlebnis. 4 Mal in Folge war der HTT Branchen-Primus zuletzt bei HTT-Turnieren vor dem Semifinale gescheitert. Teils müde und abgekämpft, aber auch von der Explosivität der unaufhaltsam heranbrausenden Next Generation überfordert. Es war also höchste Zeit für den “Change”, und den vollzog der 43jährige am Dienstag Abend in großem Stil. Von Beginn an, ließ der topgesetzte Rumäne im Duell mit Breitenstein keine Zweifel über den Ausgang dieses statistisch wieder einmal speziellen Endspiels aufkommen. Das März HTT 500 Turnier, es war das ingesamt 2.350. Einzelturnier der Open Ära und das 460. HTT 500 Turnier der Geschichte. Es hätte also keinen besseren und würdigen Jubiläums-Champion als den Rekordmann aus Negresti Oas geben können. Roman hatte nach exakt 1:34 Stunden Spielzeit im dritten Versuch gegen Breitenstein erstmals das bessere Ende für sich, und mit 6:0, 6:4 am Ende deutlich Revanche für die zwei Wochen zuvor erlittene Viertelfinal-Niederlage bei den La Ville Open genommen.
Breitenstein im zweiten Satz ein ebenbürtiger Gegner
Nach schlanken 23 Minuten hatte Damian Roman einen bis dahin perfekten Auftritt in ein entsprechend imposantes Zwischenresultat verpackt, und ohne Aufschlagverlust, ohne zugelassene Breakchance sowie zwei selbst geschafften Breaks eine klare 5:0 Führung inne. 9 Minuten lang kämpfte Patrick Breitenstein in der Folge, um sich zumindest ehrenhalber und vernünftig aus der Affäre dieses ersten Satzes zu ziehen. Drei Möglichkeiten zum Ehrengame hatte der 16jährige auf dem Schläger, am Ende aber stand gegen den mächtig returnierenden Damian Roman ein Satz ohne Aufschlaggewinn mit drei kassierten Breaks zu Buche, der in der Höchststrafe von 0:6 mündete. Immerhin ließ sich der sympathische Jungstar vom TC Teesdorf im zweiten Satz aber nicht hängen, und sorgte so für einen durchgängig spannenden zweiten Durchgang, den beide Akteure mit jeweils sicher durchgebrachten Service-Games bis 4:4 prägten. Dann im Finish, hätte dieses letztlich klar ausgegangene Match noch einmal eine drastische Wende nehmen können, und zudem die Verrücktheit dieses Sports einmal mehr unter Beweis gestellt. Breitenstein hatte bis zum Stand von 0:6, 4:4, nicht einen einzigen Breakball, und vergeblich versucht, bei Aufschlag seines Gegners reüssieren zu können. Dann aber kam das neunte Game des zweiten Satzes, das die Partie noch einmal auf den Kopf hätte stellen können.
Was Damian Roman zur Art und Weise seines 485. HTT Karriere-Einzelsieges meint
Damian Roman lag in diesem Aufschlagspiel bei 4:4 souverän agierend mit 40:15 voran, fand kurz darauf auch noch einen dritten Spielball vor, als Breitenstein plötzlich aus dem Nichts heraus mit einem unglaublich spektakulären Half Volley hinter dem Körper geschlagen, eine allererste Möglichkeit zum Break in diesem Finale bekommt. Doch der “neue” Damian Roman agierte anders als die letzten 13 Jahre gesehen, mit einem offfensiven Spielzug und einem abschließenden Smash zum Einstand. Die zweite Break-Chance seines 16jährigen Gegenübers wehrte Roman mit einem Vorhand-Winner ab, um kurz darauf nach drei weiteren Einstand-Situationen endlich die 5:4 Führung klar zu machen. Ein letztes Mal schob Roman damit den Druck auf Breitenstein, der bis hierher im zweiten Durchgang eine starke Aufschlagleistung angeboten hatte. Mit dem Druck des drohenden Matchverlustes, patzte Breitenstein dann aber in der Entscheidung. Einen Spielball des Jungstars zum 5:5 wehrte Roman zunächst mit einem umjubelten Stoppball ab, danach war es Breitenstein, der mit einem Rückhand-Fehler für den ersten Breakball Romans im zweiten Satz und zugleich für den ersten Matchball seines Gegners sorgte. Eine ins Netz geschobene Slice-Rückhand, überdies unforced error Nr. 26, besiegelte schließlich Breitensteins Niederlage, während Damian Roman mit total ungewohnten 38 Winnern den 485. Einzelsieg seiner HTT Karriere feierte. “Ich bin in dieses Turnier mit dem Ziel gegangen, meinen Spielstil neu zu erfinden, um zukünftig mit den jungen Topspielern der HTT mithalten, und vielleicht noch den ein oder anderen Pokal gewinnen zu können. Diese Veränderung war dringend notwendig, denn mit 44 Jahren sind Dreistunden-Matches auf Dauer nicht mehr zielführend, um Titel holen zu können. Umso glücklicher macht mich dieser Erffolg. Er zeigt mir, dass die Entscheidung mein Spiel zu verändern, die richtige war. Das gibt mir enorm viel Selbstvertrauen. Ich freue mich auf die nächsten Turniere, und Alles was da kommt”, so der HTT Ranglisten-Erste, dem nur mehr ein HTT 500er-Titel auf den Rekord des HTT Veranstalters mit 23 HTT 500 Turniersiegen fehlt.
