Am Beispiel Dominik Koepfer: Liebe Tennis-Eltern, keine Panik!

Geduld ist eine Tugend, die auch Tennis-Eltern mit ambitionierten Jugend-SpielerInnen (oder umgekehrt) gut zu Gesicht stünde. Das hat Dominik Koepfer bei „Kasi Live“ in unserem Instagram-Kanal „tennisnetnews“ anschaulich vor Augen geführt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 02.04.2020, 20:46 Uhr

Dominik Koepfer hat den Umweg über das College genommen
© GEPA Pictures
Dominik Koepfer hat den Umweg über das College genommen

Ja, im Moment gäbe es gerade allerhand Gründe, um die Motivation für das Heimtraining ein wenig sinken zu lassen, vielleicht sogar die ganz großen Ziele aus den Augen zu verlieren. Gerade im Spitzensport stellt sich natürlich auch die Frage: Was machen die Gegner? Trainiere ich auch genug? Nun: Von "Kasi Live" lernen, heißt für´s Leben lernen: Denn am Mittwochabend hat Dominik Koepfer, seit vergangenem Jahr Davis-Cup-Spieler Deutschlands, im Gespräch mit Christopher Kas verraten, dass er bis zum Ablegen des Abiturs nie öfter als zwei oder drei Mal pro Woche trainiert hat. Und von den Kollegen schon als "Tennistourist" bezeichnet wurde.

Koepfer wählte den Weg über das College, schlug für Tulane auf. Und machte die Tennisfans im vergangenen Jahr beim ATP-Challenger-Turnier in Ilkley erstmals so richtig auf sich aufmerksam: Dort bezwang der Linkshänder im Endspiel Dennis Novak, sicherte sich damit einen Platz im Hauptfeld im Hauptfeld von Wimbledon (Novak musste den Weg über die Qualifikation gehen - was der östererichischen Nummer zwei auch gelang). Der größte Auftritt Koepfers folgte dann bei den US Open, wo erst im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Daniil Medvedev Schluss war. Davor hatte der deutsche Linkshänder Nikoloz Basilashvili und Lokalmatador Reilly Opelka besiegt.

Aktuell liegt Dominik Koepfer auf Position 92 in der ATP-Weltrangliste. Vor wenigen Wochen gab der 25-jährige sein Debüt im deutschen Davis-Cup-Team, holte im bedeutungslosen vierten Einzel souverän den Punkt zum 4:1 gegen Weißrussland. Wie gewohnt sehr konzentriert und ruhig. Warum er sich auf den Platz so gut im Griff habe, erklärte Koepfer auch: Früher einmal sei er durchaus ein Hitzkopf gewesen, dann aber habe ihm ein Coach ein Puzzle mit 2.000 Teilen zur Bearbeitung und Beruhigung mitgegeben. Auch das vielleicht ein Tipp für Tenniseltern, die allzu besorgt um ihren Nachwuchs sind.

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03.04.2020, 08:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 02.04.2020, 20:46 Uhr