Andrey Rublev - "Dem Druck nicht gewachsen"

Andrey Rublev hat in einem Interview mit ein wenig Abstand Bilanz über seinen ersten Auftritt bei den ATP Finals gezogen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.11.2020, 09:11 Uhr

Andrey Rublev musste in London Lehrgeld zahlen
© Getty Images
Andrey Rublev musste in London Lehrgeld zahlen

Eigentlich hatte Andrey Rublev bei den ATP Finals in London die für ihn mehr Erfolg versprechende Gruppe erwischt: Ja, da war Rafael Nadal, gegen den er die erste Begegnung bei den US Open vor ein paar Jahren chancenlos verloren hatte. Aber sowohl gegen Stefanos Tsitsipas und Dominic Thiem gab es für Rublev in der Saison 2020 Erfolgserlebnisse. In der anderen Gruppe hätte er es dagegen mit Alexander Zverev (Bilanz 0:4), Daniil Medvedev (Bilanz 0:3) und Novak Djokovic, gegen den er noch nie gespielt hat, zu tun bekommen.

Der Start gegen Nadal fiel für Rublev mit dem 3:6 und 4:6 dennoch enttäuschend aus. „In diesem Match konnte ich dem Druck nicht standhalten. Ich wusste, dass ich eine gute Saison und ein hohes spielerisches Level hatte. Ich wollte zeigen, dass ich mit Spielern wie Nadal mit kämpfen kann.“

Vergebener Matchball gegen Tsitsipas

Das gelang beim zweiten Auftritt gegen Stefanos Tsitsipas schon wesentlich besser - bis zum Matchball im Tiebreak des dritten Satzes, bei dem Rublev einen Doppelfehler produzierte. „Wenn ich das Match gegen Tsitsipas gewonnen hätte, wäre vielleicht das Halbfinale möglich gewesen. Natürlich, niemand weiß, wie sich die Dinge entwickelt hätten. Aber wenn man oberflächlich drauf blickt, dann war ein Punkt nicht gut genug.“

Was bleibt für Andrey Rublev sind der Erfolg gegen Dominic Thiem in der O2 Arena, der immerhin 200 Punkte für die ATP-Weltrangliste wert war. Und die fünf Turniersiege in der eben zu Ende gegangenen Spielzeit.

Marat Safin ist nicht beeindruckt

Marat Safin, der letzte russische Spieler, der es auf Position eins der Weltrangliste geschafft hat, war von der Saison seines Landsmannes allerdings nicht besonders beeindruckt. "Bedeuten Andreys Titel in diesem Jahr irgend etwas? Um ganz ehrlich zu sein: Sie bedeuten gar nichts. Er hat fünf Turniere gewonnen, aber das waren keine Masters. Um in die Weltspitze vorzudringen, müsse Rublev bei den Garnd-Slam-Events besser spielen. Tatsächlich hat Andrey Rublev sowohl bei den US Open als auch in Roland Garros das Viertelfinale erreicht - verlor aber jeweils glatt gegen Daniil Medvedev bzw. Stefanos Tsitsipas.

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von tennisnet.com

Montag
30.11.2020, 10:25 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.11.2020, 09:11 Uhr