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Andy Murray plant mit Start bei den US Open

Sollten die US Open 2020 tatsächlich über die Bühne gehen, wäre der Titelträger von 2012, Andy Murray, nicht abgeneigt, daran teilzunehmen. Trotz fehlender Matchpraxis.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 28.07.2020, 07:30 Uhr

Andy Murray stellt sich auf einen Start in New York ein
© Getty Images
Andy Murray stellt sich auf einen Start in New York ein

Andy Murray und die US Open, das ist natürlich eine ganz speziellen Beziehung. Im Billie Jean King National Tennis Center hat Murray 2012 (endlich) seinen ersten Major-Titel geholt, damals unter der Ägide von Coach Ivan Lendl. Dass die zwei weiteren Majors in Murrays Erfolgsliste zuhause in Wimbledon eingefahren wurden (2013 und 2016), tut in der laufenden Kampagne nichts zur Sache: Das prestigeträchtigste Grand-Slam-Turnier in London steht erst wieder für den Frühsommer 2021 im Kalender, die US Open sollen in etwas mehr als vier Wochen starten.

Unter besonderen Umständen, die auch Murray beeinflussen könnten, der auch gerne mit etwas größerer Entourage reist. Der Schotte liegt in der aktuellen, eingefrorenen ATP-Weltrangliste auf Position 129, exakt einen Platz hinter Juan Martin del Potro, dem US-Open-Champion von 2009. Nachdem weder del Potro noch Roger Federer in New York aufschlagen werden (wie möglicherweise einige andere Veteranen wie Rafael Nadal oder Benoit Paire auch), würde Murray ins Raster rutschen, unabhängig davon, was die USTA bei der Vergabe der Wildcards plant.

Hält Murrays Körper?

„Vor vier oder fünf Wochen waren wir noch sehr skeptisch“, erklärte Murray am Wochenende gegenüber Reportern. „Aber irgendwann muss man damit beginnen, sich mental darauf vorzubereiten. Wenn es nicht stattfände, wäre mein Zeitplan für das Training, die Reha, ein wenig anders. Mental plane ich jetzt so, als ob die US Open stattfänden.“

Ein Antreten Murrays wäre vor allem in körperlicher Hinsicht ein gewagtes Experiment: Nach seinem Sieg beim ATP-Tour-250-Turnier in Antwerpen im vergangenen Herbst hat sich der zweimalige Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen zwar noch beim Davis-Cup-Finalturnier in Madrid versucht, musste aber schon dort frühzeitig aussteigen. Die Bedingungen im New Yorker Sommer sind bekannt brutal, zumal im Best-of-Five-Modus.

Schon Sieger in Madrid und Rom

„Ich könnte beim Cincinnati Masters die Qualifikation spielen oder eine Wildcard annehmen“, so Murray weiter. „Das letzte Mal, das ich in der Woche vor einem Slam gespielt habe, war ich 19. Ich bin nicht besonders scharf darauf, zwei Turniere hintereinander zu spielen. Für viele Spieler wird die Pause fünf oder sechs Monate lang gewesen sein, für mich aber zehn Monate.“

Die andere Option für Murray wäre, sich für die europäischen Sandplatz-Turniere in Madrid und Rom in Schwung zu bringen. Bei beiden Events hat sich der Routinier ebenfalls schon in die Siegerliste eintragen können.   

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Dienstag
28.07.2020, 08:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 28.07.2020, 07:30 Uhr