Andy Murray spielt nur noch für sich selbst

Nach einer schwierigen - und kurzen - Saison 2018 nimmt Andy Murray in Brisbane den nächsten Anlauf zu einem Comeback an der Weltspitze.

von tennisnet
zuletzt bearbeitet: 30.12.2018, 09:04 Uhr

Andy Murray eröffnet in Brisbane gegen James Duckworth
© Getty Images
Andy Murray

James Duckworth also ist es geworden für Andy Murray zum Saisonauftakt in Brisbane. Ein Mann, der wie der Schotte ebenfalls auf eine verletzungsgeplagte Zeit zurückblickt. Wenn auch nicht auf eine ähnlich eindrucksvolle Erfolgsbilanz wie Murray. Drei Grand-Slam-Titel, zwei olympische Goldmedaillen, der Sprung an die Spitze der ATP-Charts - der 31-Jährige spielt tatsächlich wohl nur noch für sich selbst.

„Ich schulde es mir selbst, dass ich noch einmal alles versuche, um auf jenem Level zu spielen, das mich glücklich macht“, erklärte Murray am Freitag in Brisbane. Wo er auch ein paar Bälle mit Naomi Osaka, der US-Open-Siegerin von 2018, geschlagen hatte. Osaka beginnt die Damen-Konkurrenz an Position zwei gesetzt, Murray muss für einen Platz im Hauptfeld auf sein Protected Ranking zurückgreifen. Nach nur zwölf Matches 2018 wird er lediglich auf Platz 256 der Welt geführt.

Andy Murray liebt immer noch den Wettkampf

„Ich will selbst bestimmen, wann es für mich vorbei ist“, so Murray weiter. „Wenn ich vor sechs Monaten aufgehört oder meiner Hüfte keine Zeit zur Regeneration gegeben hätte, würde ich vielleicht jetzt zurückblicken und diese Entscheidung bedauern.“

Als er das erste Mal Probleme mit der Hüfte hatte, rangierte Andy Murray an der Spitze der ATP-Charts. „Und zwölf Monate später hatte ich arge Probleme. Ich dachte, die Zeit spielt für mich. Es gibt nichts, was ich lieber täte als auf der Tour zu bleiben. Ich liebe das Training, den Wettkampf, die Kameraderie.“

Zwei Niederlagen gegen Fernando Verdasco

45 Titel hat Murray auf der ATP-Tour bis dato gewinnen können, bei den Australian Open, dem ersten richtigen Test des neuen Jahres, hat er fünf Mal das Endspiel erreicht, zuletzt. Eine sechste Finalteilnahme in Melbourne würde Andy Murray sicherlich mit Handkuss nehmen.

In der abgelaufenen Saison hatte Murray nach seinem Comeback im Londoner Queen´s Club auf einen Start in Wimbledon verzichtet, bei den US Open unterlag er in Runde eins im Veteranen-Duell Fernando Verdasco. Eben der war es auch, der in Shenzhen die Saison 2018 von Murray beendete.

„Ich will so lange spielen als möglich. Es gibt immer noch Dinge, die ich erreichen möchte. Ob mir das gelingt oder nicht, werden wir sehen.“

Hier das Einzel-Tableau in Brisbane 

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Sonntag
30.12.2018, 10:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.12.2018, 09:04 Uhr

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