Andy Roddick: "Zverev spielte ein perfektes Match, aber es reichte trotzdem nicht"
Der ehemalige Weltranglisten-Erste Andy Roddick schwärmt in seinem aktuellen Podcast in den höchsten Tönen von Wimbledon-Sieger Jannik Sinner - und malt gleichzeitig ein düsteres Bild für die Konkurrenz.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
19.07.2026, 00:48 Uhr

Speziell Sinners Leistungen im Semifinale und Finale des Rasenklassikers scheinen einen großen Eindruck auf den US-Amerikaner gemacht zu haben: "Es war absolute Dominanz", so Roddick. "Sinner ließ weder gegen Djokovic, den besten Returnspieler der Geschichte, noch gegen Zverev ein einziges Break zu. In seinen letzten 87 Aufschlagspielen gegen Zverev kassierte er kein einziges Break. Wenn das keine Dominanz ist …"
"Analysieren wir doch mal Sinners gesamte Leistung", fuhr der US Open Sieger von 2003 fort. "Er hat nur eines seiner letzten 40 Matches verloren, und wir sprechen noch heute darüber. Zugegeben, er hätte die French Open gewinnen müssen. Aber diese Niederlage hat ihn nicht aus der Bahn geworfen."
Zverevs “nahezu perfektes Match”
Sinners Leistung im Wimbledon-Finale gegen Alexander Zverev sei dann ein echtes Statement gewesen, ist Roddick überzeugt. "Im Wimbledon-Finale spielte Zverev ein nahezu perfektes Match, vor allem im ersten Satz. Aber es reichte nicht", resümiert der 43-Jährige.
Ein baldiges Ende der Dominanz des Südtirolers sieht "A-Rod" nicht. "Er ist 24 Jahre alt und hat fünf Grand-Slam-Turniere gewonnen. Ich sehe keinerlei Anzeichen von Nachlassen; ich glaube nicht, dass man ihm mentale Erschöpfung vorwerfen kann. Er geht mit extremer Ruhe an die entscheidenden Momente heran; das tat er sogar nach den körperlichen Problemen, die ihn die French Open kosteten“, so Roddick abschließend.
