Nach lauter Kritik an Ballqualität: ATP startet Testlauf in Lexington

Die anhaltende Kritik zahlreicher Topspieler an der Qualität der Tennisbälle zeigt Wirkung. Beim Challenger-Turnier in Lexington testet die ATP kürzere Intervalle beim Wechseln der Bälle.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 19.07.2026, 16:06 Uhr

Die Bälle sorgen seit vielen Jahren für Diskussionen
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Die Bälle sorgen seit vielen Jahren für Diskussionen

Die Kritik der Spieler an den auf der Tour verwendeten Tennisbällen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Der Tenor: Seit der Corona-Pandemie habe die Qualität der Filzkugeln nachgelassen, was in weiterer Folge zu einer Zunahme von Arm- und Schulterverletzungen geführt habe. Neben Daniil Medvedev und Taylor Fritz sprach sich auch der 24-fache Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic für ein Umdenken aus.

Nun hat die ATP auf die Kritik der Profis reagiert und einen Testlauf angekündigt: Beim Challenger-Turnier in Lexington (3. bis 9. August) werden die Bälle bereits nach den ersten fünf Games und anschließend alle sieben Spiele gewechselt. Im Normalfall erfolgt der erste Wechsel nach sieben Games - wobei das Einspielen als zwei Spiele zählt - und danach alle neun Games.

Evaluierung bei den US Open

“Im Rahmen der kontinuierlichen Bemühungen der ATP, die Konsistenz und Qualität der Bälle zu verbessern, werden wir beim ATP-Challenger 75-Turnier in Lexington kürzere Intervalle beim Wechseln der Bälle testen”, bestätigte die ATP ihr Vorhaben gegenüber der französischen Sportzeitung “L'Équipe”. Laut Turnierdirektorin Sandra Wickline gilt die Testphase ausschließlich für das Einzel-Hauptfeld. 

Eine Evaluierung der Ergebnisse werde es laut ATP in einer Sitzung des Spielerrats während der US Open (30. August bis 13. September) geben. Schon in New York könnte sich weisen, ob die ATP die verkürzten Intervalle dauerhaft und flächendeckend einführen wird.

von Nikolaus Fink

Sonntag
19.07.2026, 17:25 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.07.2026, 16:06 Uhr