Angelique Kerber auf Trainersuche: Larry Stefanki bringt sich ins Spiel

Angelique Kerber befindet sich nach der Trennung von Rainer Schüttler weiterhin auf Trainersuche. Während es heißt, dass die dreifache Grand-Slam-Siegerin einen deutschsprachigen Coach bevorzugt, bietet sich mit Larry Stefanki ein großer Name aus den USA an.

von Lukas Zahrer
zuletzt bearbeitet: 22.08.2019, 19:16 Uhr

„Ich schätze Damen wie Kerber sehr. Sie ist eine große Athletin und eine richtige Kämpferin, ohne viel Trara“, sagte Stefanki im Podcast-Interview des Daily Telegraph mit dem Namen „The Tennis Podcast“.

Die aktuelle Krise bei der deutschen Damen-Nummer-Eins ist Stefanki nicht entgangen. „Ich weiß selbst nicht so recht, warum sie diese Matches verliert. Sie holt den ersten Satz mit 6:0 und gibt dann das Match ab. Ich weiß nicht, was bei ihr los ist“, sagte er.

Stefanki erreichte große Bekanntheit auf der ATP-Tour, als er sowohl Marcelo Rios als auch Yevgeny Kafelnikov an die Spitze der Weltrangliste coachte. Später arbeitete er mit Tim Henman und Fernando Gonzalez zusammen, ehe er Andy Roddick 2009 in sein letztes Finale von Wimbledon führte.

Dass er bislang kein langfristiges Engagement mit einer Profispielerin einging, sieht Stefanki nicht als problematisch. „Ich habe fünf Schwestern, also war ich schon immer von Frauen umgeben“, sagte er. In San Diego trainiere er gerade drei Juniorinnen, die ihm die Augen geöffnet haben. „Sie sind so kämpferisch, die würden für dich durch die Hölle gehen. Mit den Jungs arbeite ich aktuell nicht gern, die sind mir zu faul.“

Larry Stefanki über ein Trainer-Comeback

Der 62 Jahre alte Stefanki betonte, nach wie vor die Energie für ein Engagement auf der Profitour zu haben. Sollte sich ein Angebot geben, das sein Interesse wecke, wäre er bereit, ein Comeback zu geben. Seit dem Rücktritt von Andy Roddick im Jahr 2012 wurde Stefanki eine Zusammenarbeit mit Maria Sharapova nachgesagt, als regulärer Touring-Coach war er aber nicht im Einsatz.

„Die Chemie muss stimmen“, sagte Stefanki angesprochen auf die Voraussetzungen eines möglichen weiteren Schützlings. „Es muss jemand sein, der mit mir auf einer Wellenlänge ist. Ich liebe den Wettbewerb. Wenn der Trainer es mehr will als der Spieler, gerät es außer Kontrolle. Deshalb brauche ich immer lange, bis ich jemandem zusage.“

Stefanki stand laut eigenen Aussagen in den letzten Monaten mit mehreren Top-15-Spielern in Kontakt, zu einer Zusammenarbeit kam es aber nie. „Sie gaben mir nie die richtigen Antworten. Was willst du erreichen? Wie willst du dorthin kommen? Was hält dich zurück? Ich muss es vom Spieler selbst hören“, erklärte Stefanki.

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zuletzt bearbeitet: 22.08.2019, 19:16 Uhr

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