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Angelique Kerber kämpft bei den Australian Open auch um die Nummer eins

Insgesamt zehn Spielerinnen könnten Simona Halep in Melbourne theoretisch vom Tennis-Thron stoßen. Bei den Männern hat nur Rafael Nadal die Gelegenheit, Branchenführer Novak Djokovic zu verdrängen. 

von Ulrike Weinrich aus Melbourne
zuletzt bearbeitet: 13.01.2019, 14:52 Uhr

Angelique Kerber könnte schon bald wieder die Nummer eins sein
© Jürgen Hasenkopf
Angelique Kerber könnte schon bald wieder die Nummer eins sein

Gute Chancen auf die Rückkehr auf den Platz an der Sonne hat Angelique Kerber (5505 Punkte), die aufgrund ihrer letztjährigen Halbfinalteilnahme beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres aber auch 780 Zähler zu verteidigen hat.

Wozniacki muss den Titel holen, um wieder auf den Thron zu gelangen

Die Weltranglistenzweite muss beim "Happy Slam" am Yarra River erneut in die Vorschlussrunde erreichen, um die letztjährige Finalistin Halep (6642 Punkte) auf dem Tennis-Thron ablösen zu können. Die French-Open-Championesse aus Rumänien steht seit 26. Februar 2018 und damit seit knapp 48 Wochen ohne Unterbrechung ganz oben.   

Weniger zu verteidigen haben beim ersten Major der neuen Saison beispielsweise US-Open-Siegerin Naomi Osaka (Japan) und Paris-Finalistin Sloane Stephens (USA), die mindestens ins Viertelfinale kommen müssen, um die Nummer-eins-Position in den Tagen von Melbourne nicht schon vorzeitig aus den Augen zu verlieren.   

Der Dänin Caroline Wozniacki, derzeit die Nummer drei der Welt, hilft im Rennen um den Top-Spot nur die Titelverteidigung. Sie hat 2000 Punkte zu verteidigen.

Kurios: Kasatkina muss auch Halep-Rückzug hoffen

Ähnlich die Situation bei Aryna Sabalenka aus Weißrussland: Die Shenzhen-Siegerin muss das mit umgerechnet rund 38,45 Millionen Euro dotierte Hartplatzturnier gewinnen - zudem aber gleichzeitig noch auf das Erstrunden-Aus von Halep hoffen, um sich die doch sehr geringe Chance auf die Nummer eins zu erhalten.

Die schlechteste Ausgangsposition hat diesbezüglich Daria Kasatkina. Die Russin scheidet als erste aus dem Kreise der Kandidatinnen aus, sobald Halep am Dienstag zu ihrem Auftaktmatch gegen Kaia Kanepi (Estland) antritt. 

Auch Sydney-Queen Petra Kvitova, Brisbane-Gewinnerin Karolina Pliskova (beide Tschechien), Elina Svitolina (Ukraine) sowie Kiki Bertens (Niederlande) stehen auf der Liste jener zehn Spielerinnen, die theoretische Chancen auf den Platz an der Spitze haben.

Interessanter Aspekt an Rande: Neun Spielerinnen der Top-16-Gesetzten bei den Aussie Open 2019 gehörten diesem elitären Zirkel vor zwölf Monaten noch nicht an. Die WTA überschrieb diese Entwicklung mit folgendem Satz: "What a difference a year makes" - "Welch' einen Unterschied ein Jahr macht". 

Nur Nadal kann Branchenführer Djokovic gefährlich werden

Bei den Herren der Schöpfung gestaltet sich die Situation um die Weltranglistenführung wesentlich übersichtlicher. Bereits mit einem Achtelfinaleinzug kann sich Djokovic (9135 Punkte) den weiteren Verbleib auf dem Thron über den 27. Januar hinaus sichern.

Nadal (7480) indes muss Down under den Titel holten - und dabei zudem auf das Ausscheiden von "Nole" in den ersten drei Runden hoffen.   

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von Ulrike Weinrich aus Melbourne

Sonntag
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zuletzt bearbeitet: 13.01.2019, 14:52 Uhr

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