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Angelique Kerber vor Australian Open: "Ich mache mir keinen Druck"

Für Ikonen wie Mats Wilander und Chris Evert zählt die Wimbledonsiegerin auch beim Grand-Slam-Auftakt zu den Titelanwärterinnen.

von Ulrike Weinrich aus Melbourne
zuletzt bearbeitet: 12.01.2019, 10:27 Uhr

Angelique Kerber gehört in Melbourne zu den Topfavoritinnen
© getty pictures
Angelique Kerber gehört in Melbourne zu den Topfavoritinnen

Beim 90-minütigen Training am Samstag wehte der Wind schon ein bisschen garstig über Court 18. Doch Angelique Kerber ließ sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen.

Konzentriert bis zur letzten Minute feilte sie mit Trainer Rainer Schüttler an ihren Schlägen. Feintuning ist angesagt - und das Anpassen an die Bedingungen im Melbourne Park, die sich von denen im derzeit regnerischen Sydney unterscheiden.

In der Olympiastadt von 2000 hatte "Angie" am Donnerstag das Viertelfinale gegen die Tschechin Petra Kvitova verloren.

"Es ist natürlich schade, dass ich in Sydney meinen Titel nicht verteidigen konnte“, sagte sie am Samstag auf ihrer offiziellen PK und strahlte nach einem starken Saisonstart mit vier Siegen in vier Hopman-Cup-Matches große Zuversicht aus: „Ich bin zufrieden mit meinem Tennis und freue mich, dass es wieder losgeht. Aber ich mache mir keinen Druck.“

Für den sorgen schon andere. Mats Wilander jedenfalls setzt in Sachen Topfavoritin voll auf die 30-Jährige.

Mats Wilander setzt voll auf "Angie"

"Kerber hat gut gespielt beim Hopman Cup, sie ist bereit. Und: Ihre Spielweise kommt nicht aus der Mode. Sie kann gegen die Big Hitter bestehen, weil sie sich sehr gut bewegt: Angie ist mit ihrer Spielstärke in der Lage, auch Serena in Schach zu halten. Wenn es eine Favoritin in Melbourne gibt, dann ist es Kerber", sagte der dreimalige Australian-Open-Sieger bei "Eurosport".

Auch Chris Evert hat die Linkshänderin ("Sie hat in Perth stark gespielt") auf ihrer Liste ganz oben - zusammen mit Serena Williams und New-York-Siegerin Naomi Osaka. Kerber hatte den "Happy Slam" 2016 gewonnen und dabei im Finale Williams bezwungen.

Über ihre Zusammenarbeit mit ihrem neuen Coach Rainer Schüttler wollte und konnte Kerber noch nicht viel preisgeben. "In den letzten Wochen haben wir viel trainiert und an Details gearbeitet. Er als Ex-Profi weiß, wie man sich als Spieler auf dem Platz fühlt“, sagte sie - und warnte aber vor überzogenen Erwartungen: „Wir fangen ja gerade erst an.“

Im Achtelfinale könnte es zu einem Duell Kerber gegen Görges kommen

Kerber trifft am Montag in der ersten Runde auf die Slowenin Polona Hercog. Im Achtelfinale könnte ein Duell mit der deutschen Nummer zwei Julia Görges (Bad Oldesloe) warten.

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von Ulrike Weinrich aus Melbourne

Samstag
12.01.2019, 14:52 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.01.2019, 10:27 Uhr

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