ATP Challenger Koblenz: Pavel Kotov schlägt Tom Gentzsch im Endspiel

Was für eine Festival bei den Koblenz Tennis Open.  Gleich 13 deutsche Spieler standen im Hauptfeld des Einzelwettbewerbs, drei von ihnen schafften den Sprung ins Halbfinale – und mit Tom Gentzsch erreichte sogar ein DTB-Crack das Endspiel des ATP Challenger 50 Turniers.

von Florian Heer aus Koblenz
zuletzt bearbeitet: 08.02.2026, 18:19 Uhr

Tom Gentzsch, Pavel Kotov
© Florian Heer
Tom Gentzsch, Pavel Kotov

Im Finale am Sonntagnachmittag lieferten sich Gentzsch und der Russe Pavel Kotov ein hoch emotionales und dramatisches Duell. In einem mit vielen hochkarätigen, teils spektakulären Ballwechseln gespickten Endspiel setzte sich die ehemalige Nummer 50 der Welt nach 2:46 Stunden mit 6:4, 1:6, 7:6(8) durch.

Dabei schien Gentzsch nach verlorenem ersten Durchgang den Code des Moskowiters bereits geknackt zu haben. Mit seinen Stärken in der Offensive, aber auch gestützt auf starke Defensivarbeit, gelang ihm gleich zu Beginn des zweiten Satzes das Break. Auch im dritten Durchgang ging der 22-jährige Duisburger mit einem weiteren Break in Führung und hatte im Tiebreak sogar zwei Matchbälle – doch am Ende sollte es nicht sein.

Erstes Finale auf der Challenger Tour

Trotz der bitteren Niederlage überwog beim Lokalmatador der Stolz über den Finaleinzug:

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war eine unglaubliche Stimmung heute in der Halle mit vielen Fans und meiner Familie vor Ort. Leider mit einem bitteren Ende, aber weiter geht’s“, sagte Gentzsch nach seinem ersten Finale auf der Challenger Tour.

Der am Bundesstützpunkt in Kamen unter der Regie von DTB-Coach Jan Velthuis trainierende Rechtshänder hatte im vergangenen Jahr vier seiner insgesamt sieben Titel auf der ITF World Tennis Tour gewonnen. In Koblenz gelang ihm nun der nächste wichtige Schritt nach vorne.

„Ich habe in dieser Saison bereits zwei Viertelfinals gespielt und stand letztes Jahr im Halbfinale in Genua. Ein Endspiel nun in Deutschland zu erreichen zu haben, ist natürlich etwas Besonderes“

Für seine starke Turnierwoche erhielt Gentzsch ein Preisgeld von 4.960 Euro sowie 30 ATP-Weltranglistenpunkte, die ihn erstmals unter die Top 250 der Welt führen werden.

„Mission completed“ für Kotov

Kotov hingegen durfte sich über seinen vierten Triumph auf der Challenger Tour freuen und nahm 8.550 Euro Preisgeld sowie 50 ATP-Weltranglistenpunkte mit. Nach dem Turniersieg blickte der Russe auch auf schwierige Monate zurück.

„Ich hatte in der vergangenen Saison mit einer Handgelenksverletzung zu kämpfen gehabt und bin nun wieder fit“, verriet Kotov und schickte hinterher: „Ich stand bereits 2019 im Halbfinale von Koblenz, aber die Mission ist erst mit dem heutigen Erfolg beendet.“

von Florian Heer aus Koblenz

Sonntag
08.02.2026, 18:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.02.2026, 18:19 Uhr