Topgesetzter Dominic Thiem im Viertelfinale klar gescheitert

Österreichs Nummer eins verpasst in China mit einer Zwei-Satz-Niederlage den Sprung in die Vorschlussrunde.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.09.2016, 08:45 Uhr

Dominic Thiem

Am Sonntag noch im (verlorenen gegangenen) Endspiel der Moselle Open in Metz im Einsatz gewesen, hatteDominic Thiembei den Chengdu Open am Donnerstag durch ein 6:4, 6:4 über LokalmatadorDi Wu(ATP 193) seine Auftaktpartie gewonnen. Das zweite Match beim ATP-World-Tour-250-Hartplatzturnier in Zentralchina ist dem 23-Jährigen in Kombination mit den Reise- und Zeitumstellungs-Strapazen dann aber offenbar etwas zu viel geworden. Österreichs Youngster ist in der selbsternannten „Panda-Hauptstadt“ der Welt, am Freitagnachmittag nach MESZ, im Viertelfinale glatt gescheitert. Der topgesetzte Niederösterreicher (ATP 10) musste sich dem fünftgelisteten, spanischen LinkshänderAlbert Ramos-Vinolas(ATP 31), nach recht matter und schwacher einstündiger Vorstellung, mit 1:6, 4:6 geschlagen geben. Dadurch spielt sein Bezwinger am Samstag gegen den drittgereihten BulgarenGrigor Dimitrov(ATP 21) um ein Finalticket, das zweite machen sich zuvor der RusseKaren Khachanov(ATP 101) und der sechstgesetzte SerbeViktor Troicki(ATP 32) aus.

Schnell, aber ineffektiv

Thiem wirkte im ersten Duell mit Ramos-Vinolas besonders im ersten Satz platt, bewegte sich nicht gut und spielte zwar höchst zügiges, dabei jedoch wenig effektives und diesmal deutlich zu fehlerreiches Tennis. Der Lichtenwörther musste gleich seinen Aufschlag zum 0:2 abgeben und vergab eine Chance aufs Rebreak – das sollte seine einzige als Rückschläger im gesamten Match bleiben. Nach 40:30 kassierte er daraufhin gar das Doppelbreak zum 0:4 und geriet mit 0:5 ins Hintertreffen, die Höchststrafe konnte er noch abwenden, mehr als ein Ehrengame war ihm aber nicht mehr vergönnt. Im zweiten Satz machte er bei 1:1 mit wagemutigem Spiel drei Breakmöglichkeiten zunichte – bei 4:4 musste er schließlich allerdings den vorentscheidenden Aufschlagverlust hinnehmen, zu null servierte Ramos-Vinolas, der im zweiten Durchgang nur vier Punkte bei eigenem Service hergab, zum Sieg aus. Für den 28-jährigen Katalanen, der im Oktober 2015 in ShanghaiRoger Federerauf die Abschussliste gesetzt hatte, ist es nach sechs Niederlagen der letzten sieben Matches vor Chengdu ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis.

Wichtigere Wochen vor Thiem

Für Thiem stellt das überraschend frühe Scheitern freilich keinen Beinbruch dar. Er hatte auch vor Turnierbeginn klargemacht, dass Chengdu für ihn vor allem dafür gut sei, „damit ich mich auf Asien und den ganzen Jetlag einstelle. Weil Peking und Shanghai doch sehr wichtig sind.“ In Chengdu hätte er den Turniersieg benötigt, um netto lediglich 70 Punkte anzuschreiben, ein Finaleinzug hätte ihm wie zuletzt in Metz keinen Zugewinn gebracht. Um mehr geht’s für ihn, so wie erwähnt, nächste Woche in Peking und danach in Shanghai, ein ATP-World-Tour-500- und das vorletzte ATP-Masters-1000-Turnier der Saison, dort will Thiem im Kampf um einen Platz bei den ATP World Tour Finals dann wieder mehr Fahrt aufnehmen. Der Schützling von Österreichs Startrainer und Manager Günter Bresnik ist im „Race to London“ für 2016 derzeit toller Siebter und liegt damit immer noch voll und ganz auf Kurs in Richtung Masters.Tomas Berdychkommt ihm aber weiter näher: Der Tscheche steht beim parallel ausgetragenen Event in Shenzhen wie in der Vorwoche in St. Petersburg im Semifinale und kann voll anschreiben.

Hier die Ergebnisse aus Chengdu:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

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Freitag
30.09.2016, 08:45 Uhr