ATP Delray Beach: Casper Ruud zurück mit väterlichem Ansporn
Knapp zwei Wochen nach der Geburt seiner Tochter meldet sich Casper Ruud beim ATP-250-Turnier in Delray Beach wieder auf der Tour zurück. Nach seinem Einzug ins Viertelfinale wartete der Norweger mit interessanten Vergleichen zwischen seinen Pflichten als Vater und dem Leistungsdruck auf der Tour auf.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
19.02.2026, 22:19 Uhr

Selten durfte Casper Ruud das Aus im Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier so schnell ad acta gelegt haben, wie bei den vergangenen Australian Open gegen den US-Amerikaner Ben Shelton. Denn nur wenige Tage später verkündete der Norweger via Social Media die Geburt seines ersten Kindes und meldete seine Tochter und die Mutter Maria gesundheitlich wohlauf.
Doch wie man den pflichtbewussten Ruud kennt, sollte seine Auszeit als Neo-Vater nicht von allzu langer Dauer sein. Und so stand der 27-jährige knapp zwei Wochen später beim ATP-250-Turnier in Delray Beach wieder auf der Matte. Gern genommen war da natürlich auch ein Freilos, das ihm als Nr. 2 des Turniers als einem der Top-4 gesetzten Spieler zuteil wurde.
Noch etwas „eingerostet“ aufgrund der etwas fehlenden Matchpraxis sah sich der 27-Jährige in seinem Auftakt-Match im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Marcos Giron mit einem Satz im Hintertreffen, konnte die hartumkämpfte Begegnung aber noch in drei Sätzen zu seinen Gunsten drehen.
Befragt zu seinem Comeback nach der Vater-Pause kommentierte der dreifache Major-Finalist bestens gelaunt: „Nach ein paar Tagen zu Hause mit der Neugeborenen heißt es jetzt wieder arbeiten, um sie zu füttern! Kein Match und kein Turnier kann mit dem Erlebnis mithalten, die Geburt meiner Tochter mitzuerleben. Es war ein wunderschöner, emotionaler Moment und gleichzeitig eine riesige Erleichterung, dass alles gut gegangen ist.“
Befragt wurde der aktuelle Weltranglisten-13. auch, ob er bei einem Grand-Slam-Finale oder beim erstmaligen Halten seines Babys mehr Nervosität verspürt habe: „Ich würde sagen, Letzteres, aber ich habe meine Technik im Umgang mit ihr verbessert und sie ist wirklich großartig.“
