Dominic Thiem noch nicht wieder zurück im Tennis-Training

Dominic Thiem muss sich mit einem Comeback auf dem Tennisplatz noch gedulden. Das erklärte sein Coach Günter Bresnik gegenüber tennisnet.

von tennisnet
zuletzt bearbeitet: 30.03.2018, 09:40 Uhr

Dominic Thiem muss sich gedulden

Die Hoffnung der österreichischen Tennisfans auf eine schnelle Genesung Dominic Thiems nach dessen in Indian Wells im Match gegen Pablo Cuevas erlittenen Knöchelverletzung müssen womöglich ein wenig heruntergeschraubt werden. Noch lässt sich nämlich nicht sagen, ob Thiem beim ersten großen Highlight des Jahres auf Asche in Monte Carlo an den Start gehen wird. Und in welcher Verfassung.

"Dominic spielt noch nicht", erklärte Thiems Coach Günter Bresnik gegenüber tennisnet. "Da wird noch eine Untersuchung abgewartet. Bevor der der Fuss nicht einmal voll ausbelastet wird, lässt sich nur ganz schwer eine Prognose abgeben. Und das wird erst in etwa zehn Tagen der Fall sein."

Neunter Titel in Buenos Aires

Thiem war in der Partie gegen Cuevas überknöchelt, hatte sich eine Stauchung und ein Ödem am rechten Sprunggelenk zugezogen. Ein Start beim 1000er-Turnier in Miami war damit sofort vom Tisch, ebenso ein Antreten mit der österreichischen Davis-Cup-Mannschaft beim Match in Russland. Monte Carlo indes läutet traditionell jene Zeit des Jahres ein, in der Thiem auf ein großes Erfolgsregister zurückblicken kann. Zumal sich der Niederösterreicher in Buenos Aires auf seinem bevorzugten Untergrund im Februar den neunten Titel seiner Karriere geholt hat.

Darauf kann Thiem zwar mental aufbauen, nicht aber körperlich: "Dominic macht im Moment sehr viel Therapie, dazu Rumpf-Training, ein wenig Radfahren, dazu Unterwasser-Geschichten mit Michael Reinprecht" so Bresnik weiter. Sportwissenschaftler Reinprecht war bereits in Indian Wells an der Seite Thiems, nicht ahnend, dass eine baldige Zeit der Rehabilitation anstehen würde.

Festspiele gegen Nadal

Mit Beginn der größeren Asche-Turniere in Monte Carlos hat Dominic Thiem etliche Punkte zu verteidigen: Im Fürstentum hatte der 24-Jährige im vergangenen Jahr das Achtelfinale erreicht (90 Punkte), war dort David Goffin in drei Sätzen unterlegen. danach gab es die großen Festspiele gegen Rafael Nadal: Final-Niederlagen in Barcelona (300 Punkte) und Madrid (600 Punkte), dann das Aus im Halbfinale von Roland Garros (720) gegen den spanischen Sandplatz-Dominator.

Dazwischen eingestreut noch der einzige Siege gegen Nadal 2017, der Thiem in Rom immerhin ins Halbfinale (360 Punkte), wo er Novak Djokovic unterlag. In Buenos Aires und den darauffolgenden Turnieren in Rio de Janeiro und Acapulco hatte Thiem jedenfalls einen derart guten körperlichen Eindruck vermittelt, dass eine Wiederholung dieser Serie durchaus im Bereich des Möglichen schien. Nach dem Missgeschick in Indian Wells lassen sich derzeit allerdings keine Prognosen mehr abgeben.

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