ATP: Dominic Thiem - wo es mit den Punkten langsam eng wird

Dominic Thiem kuriert weiterhin seine Handgelenksverletzung aus. Noch hat die längere Pause so gut wie keine Auswirkungen auf die Weltranglisten-Platzierung des regierenden US-Open-Champions.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 13.07.2021, 08:31 Uhr

Dominic Thiem stehen große Aufgaben bevor - nach der vollständigen Regeneration
© GEPA Pictures
Dominic Thiem stehen große Aufgaben bevor - nach der vollständigen Regeneration

Novak Djokovic hat am Sonntag in London also nicht nur seinen 20. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier geholt, so nebenbei ist es nun auch rechnerisch unmöglich, dass der Weltranglisten-Erste die Teilnahme an den ATP Finals nicht schaffen würde. Wie auch? Alleine für die Siege in Melbourne (im Endspiel gegen Daniil Medvedev), in Roland Garros (nach 0:2-Satzrückstand gegen Stefanos Tsitsipas) und in Wimbledon (am Ende ungefährdet gegen Matteo Berrettini) werden insgesamt 6.000 Zähler verbucht. Turin kann kommen, nach allem was man weiß, spricht Djokovic durchaus passables Italienisch.

Für Dominic Thiem sieht die Sache da ganz anders aus. Österreichs Nummer eins war seit dem Jahr 2016 stets beim Saisonfinale dabei, in den vergangenen beiden Ausgaben scheiterte Thiem erst im Endspiel. Nun wird Thiem in der am gestrigen Montag veröffentlichten ATP-Weltrangliste nach wie vor an Position sechs geführt. Der Tennisfreund weiß aber: Dies ist für eines der acht Tickets für Turin unerheblich. Dafür zählt nur das Race, also die Jahreswertung.

Hurkacz im Moment Achter

Und im Race liegt Dominic Thiem nach einer schon vor dem Malheur von Mallorca nicht besonders geschmeidig gelaufenen Saison auf Position 34, mit bisher erzielten 735 Punkten. Hubert Hurkacz, Sieger von Miami und Halbfinalist in Wimbledon, belegt den letzten direkt qualifizierenden Platz. Und der Pole hat 2021 schon 2.190 Zähler gesammelt. Mit anderen Worten: Selbst ein Einzug in das Endspiel der US Open würde Thiem nicht reichen, im Race an Hurkacz heranzukommen. Dafür gäbe es „nur“ 1.200 Zähler. Und natürlich wird auch „Hubi“ im Sommer noch weiter punkten.

Aber auch die Position in der regulären Weltrangliste steht auf wackligen Beinen. Denn in den kommenden Wochen werden einige Ergebnisse, die aufgrund der Corona-Pause noch mitgeführt werden, rausfallen. Da wäre zunächst einmal der größte Brocken: 2.000 Punkte vom US-Open-Erfolg 2020. Während des Wimbledon-Turniers hatte Dominic Thiem erklärt, dass es mit einer Titelverteidigung in New York City eng werden könnte. Zeitlich wie sportlich.

Thiem mit den Punkten aus Indian Wells

Nicht ganz so sehr drängt eben dieses Ansinnen in Indian Wells. Von den im Frühjahr 2019 errungenen 1.000 Zählern ist zwar nur noch die Hälfte übrig. Diese bleibt aber bis zum März kommenden Jahres in der Wertung. Und apropos 500 Punkte: Die müsste Dominic Thiem in diesem Herbst zunächst einmal in Peking verteidigen. Ob dieses Turnier zustande kommt, weiß niemand mit absoluter Bestimmtheit zu sagen. Und dann gibt es ja auch noch die Erste Bank Open. Auch hier werden noch 500 Zähler aus dem Jahr 2019 mitgeführt. Es stünden nach erfolgreicher Regeneration also große Kraftanstrengungen an.

Hier der aktuelle Stand im Race to Turin

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