ATP Dubai: Keine Chance gegen Djokovic - Kohlschreibers mühsamer Weg zurück in die Weltspitze

Philipp Kohlschreibers Weg zurück in die Weltspitze wird ein steiniger - das zeigte sich nicht zuletzt bei der glatten Dubai-Zweitrundenniederlage gegen Novak Djokovic.

von Jörg Allmeroth
zuletzt bearbeitet: 26.02.2020, 19:11 Uhr

Philipp Kohlschreiber in Dubai
© Getty Images
Philipp Kohlschreiber

von Jörg Allmeroth aus Dubai

Philipp Kohlschreiber hatte nicht zu Unrecht darauf hingewiesen, dass er im letzten Jahr für einen Spieler aus dem Mittelbau der Tennistour ziemlich oft gegen den Besten der Branche angetreten sei, gegen Novak Djokovic. Das erste der vier Matches hatte er 2019 sogar sensationell gewonnen, glatt in zwei Sätzen beim sogenannten „fünften Slam“ in Indian Wells. 2020 trat er nun wieder recht bald gegen Djokovic an, bei den Dubai Duty Free Championships Ende Februar, allerdings nahm das Geschehen einen doch ziemlich konträren Verlauf. Djokovic, bisher ungeschlagen in dieser Serie, gewann auch sein 15. Match, ließ Kohlschreiber beim 6:3, 6:1 in genau einer Stunde nicht den Hauch einer Chance. 

Nur in den ersten vier Spielen des ersten Satzes bewegten sich der Serbe und der Deutsche auf Augenhöhe, danach trennten sich vor knapp 6.000 Zuschauern im dicht besetzten Stadion ihre Wege – Djokovic zog ungefährdet davon, er profitierte dabei auch zu oft von Fehlern des 36-jährigen Kohlschreiber. „Ich bin hochzufrieden, dass ich die Partie so gut durchspielen konnte. Philipp ist ein gefährlicher Gegner. Aber ich konnte mich zum Glück früh absetzen“, sagte Djokovic später. Kohlschreiber ließ erkennen, dass der Weg zurück in vertrautere Weltranglisten-Regionen um Platz 30 noch schwer und mühsam wird. Nach vielen Verletzungen in der Vorsaison muss er sich derzeit von Ranglisten-Platz 80 wieder nach oben kämpfen, die Spielpraxis in Partien gegen die Elite fehlt ihm dabei noch sichtlich.

Struff fordert Tsitsipas

Letzter deutscher Mohikaner in Dubai ist nun Jan-Lennard Struff – und ihn kann man durchaus noch einiges zutrauen beim ATP-500er-Spektakel in der Zeltdacharena. Bei seinem 6:1, 6:0 gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili lieferte der Ostwestfale eine beeindruckende Kurzschicht auf Court 1 ab, die Partie dauerte nur 39 Minuten und acht Sekunden. Struff hat damit eine prominente Verabredung im Viertelfinale am Donnerstag auf dem Centre Court, er trifft dann auf den letztjährigen Finalisten und ATP-Weltmeister Stefanos Tsitsipas. Das Match ist als zweite Partie nach 12 Uhr deutscher Zeit angesetzt. Djokovic bekommt es im ersten Match der Abendsession mit dem Russen Karen Khachanov zu tun. Struff ist im übrigen auch noch im Doppel gefordert, mit seinem Partner Henri Kontinen (Finnland) muss er sich in der zweiten Runde mit Matthew Ebden und Leander Paes (Australien/Indien) messen.

Im Doppel erreichten die French Open-Gewinner Kevin Krawietz und Andreas Mies als Nachzügler am Mittwoch durch einen 6:4, 6:7 (7), 10:8-Sieg die zweite Runde. Mit zwei fantastischen Punkten vom 8:8 zum 10:8 im Match-Tiebreak sicherte Krawietz den Erfolg der deutschen Kombination. Krawietz und Mies treffen nun auf Jürgen Melzer und Edouard Roger-Vasselin – das Duo aus Österreich und Frankreich hatte zuvor überraschend die Briten Jamie Murray und Neil Skupski besiegt.

Hier das Einzel-Tableau in Dubai

 

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zuletzt bearbeitet: 26.02.2020, 19:11 Uhr

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