ATP Dubai: Roger Federer glänzt am historischen Ort
Roger Federer hat dem ATP-Tour-500-Turnier in Dubai einen Kurzbesuch abgestattet. Die Erinnerungen des Maestro an diesen Ort könnten besser kaum sein.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
25.02.2026, 06:47 Uhr

Die Abend-Matches beim ATP-Tour-500-Turnier in Dubai können für die Fans vor Ort traditionell etwas frischer ausfallen, weshalb die Tribünen nicht nur gut eingepackte Zuschauer aufweisen, sondern auch erstaunlich große Lücken. Das war nicht immer so. Denn als Roger Federer oder Novak Djokovic hier um die Titel gespielt haben, konnte man davon ausgehen, dass die Hütte voll ist. Egal zu welcher Tageszeit.
Aber gut: Der Schweizer Rekordchampion, der in Dubai nicht nur acht Mal den Titel holen konnte, sondern hier auch gerne seine Off-Season verbracht hat, ist in diesem Jahr als wohl prominentester Gast beim 500er dabei. Am Montag observierte Federer den ersten Auftritt seines alten Kumpels und Co-Olympiasiegers von 2008 Stan Wawrinka, vielleicht ist er heute ja auch noch im Stadion, wenn Stan auf seiner Abschiedstour noch einmal gegen Daniil Medvedev ran darf. Oder muss.
Federer, Djokovic, Connors in eigener Liga
In Dubai hat Roger Federer ja auch einen Meilenstein erreicht, der bislang nur drei Tennisprofis vorbehalten war - nämlich Turniersieg Nummer 100. Die anderen beiden sind Jimmy Connors und Novak Djokovic. Zustande kam dieser im Jahr 2019, Federer gewann damals das Endspiel gegen Stefanos Tsitsipas. Den Griechen wird Federer garantiert nicht mehr in Aktion sehen: Tsitsipas verlor am Dienstag gegen Ugo Humbert mit 4;6 und 5:7. Als Titelverteidiger wohlgemerkt.
Roger Federer ist indes nicht die einzige Legende, die in den vergangenen Tagen einem 500er einen Besuch abgestattet hat: in Rio de Janeiro hatte sich ja Andre Agassi unter das Publikum gemischt. Und das, obwohl der große Amerikaner als Spieler so gut wie gar keine Verbindung zu diesem Turnier hatte. Dass ihn die Brasilianer dennoch feierten wie einen der Ihren, dass ihn Lokalmatador Joao Fonseca als „Jedermanns Idol“ bezeichnete - das aber wiederum könnte Roger Federer in Dubai schon auch passieren.
