Österreicher-Doppel in der Wiener Stadthalle durchwegs ausgeschieden

Alexander Peya und die Paarungen Julian Knowle / Jürgen Melzer und Dennis Novak / Dominic Thiem verlieren allesamt.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 27.10.2016, 00:00 Uhr

Julian Knowle - Jürgen Melzer

Der Nationalfeiertag am Mittwoch ist bei den Erste Bank Open 500 zu einem österreichischen Großkampf-Tag im Doppel geworden. Allerdings kein erfolgreicher, denn alle drei Paarungen mit insgesamt fünf rot-weiß-roten Assen sind beim ATP-World-Tour-500-Hardcourtturnier in der Wiener Stadthalle in Runde eins gescheitert. Zunächst erwischte es auf Court B Alexander Peya: Der Simmeringer unterlag sichtlich gehandicapt mit dem kroatischen Linkshänder Mate Pavic den Qualifikanten Guillermo Duran (Argentinien) und Mariusz Fyrstenberg (Polen) mit 3:6, 6:3, 10:12. Am Abend zogen Julian Knowle und Jürgen Melzer gegen die Drittgelisteten, die spanischen Namensvetter Feliciano Lopez und Marc Lopez, mit 3:6, 6:7 (5) den Kürzeren, und am späten Abend kassierten Dennis Novak und Dominic Thiem eine höchst empfindliche 0:6,-1:6-Klatsche gegen die zweitgesetzten US-Zwillingsbrüder Bobund Mike Bryan. Damit ist Oliver Marach bereits die letzte heimische Hoffnung. Der Steirer spielt am Donnerstag mit dem Franzosen Fabrice Martin gegen Lopez/Lopez um einen Platz im Halbfinale.

Peya knapp dran, Knowle/Melzer vergeben Führung

Am knappsten am Sieg waren trotz Peyas starker Einschränkung durch wieder zurückgekehrte Bauchmuskelprobleme der Wiener und sein südslawischer Partner dran, die beiden führten im alles entscheidenden Match Tiebreak auch mit 5:3, letztlich verwerteten Duran/Fyrstenberg in einem Finish auf Messers Schneide jedoch den vierten Matchball. Knowle/Melzer, die zuletzt mit dem Triumph beim hochdotierten ATP-Challenger in Mons und dem Endspiel in Moskau aufgezeigt hatten, kamen mit einem 0:13-Lauf katastrophal aus den Startlöchern, kamen dann von 1:5 und Satzball gegen sich nochmal heran und hatten bei 3:5 nach 40:0 für Lopez/Lopez gar eine Chance, auch das zweite Break aufzuholen, der Entscheidungspunkt ging aber an ihre Gegner. Im zweiten Durchgang machten der routinierte, 42 Jahre alte Vorarlberger und der 35 Jahre alte Niederösterreicher, der am Dienstag durch seinen Einzel-Auftaktsieg gegen Roberto Bautista Agut (Spanien) begeistert hatte, aus einem 0:1 mit Break ein 4:1 samt eines Balls auf das Doppelbreak. Das Ausservieren misslang bei 5:3 aber, im Tiebreak war ein 3:1 zu wenig.

Novak/Thiem: Haarsträubender Volley Anfang vom Ende

Erst um 22:40 Uhr spielten sich Novak und Thiem nach den zuvor größtenteils äußerst langen Partien überhaupt erst zu ihrem Doppelspiel ein. Mehrere Tausend Zuschauer hatten, trotz der späten Uhrzeit, auf dem Centre Court ausgeharrt. Nachdem Novak beim Entscheidungspunkt bei 0:1 und eigenem Service einen relativ leichten Volley meterweit ins Out setzte, verlief das Geschehen jedoch rasch wie auf einer schiefen Ebene. Die Bryans, mit 16 Grand-Slam-Titeln das wohl beste Doppelteam der Geschichte, spielten mit Break im Rücken groß auf und ließen Novak/Thiem nicht den Funken einer Chance. Dieses Bild wiederholte sich, als Novak/Thiem bei 0:1 im zweiten Durchgang ein 40:15 verspielten, und auch das Aufschlagspiel bei 1:4 ging über den Entscheidungspunkt verloren. So blieb es bei einem einzigen Ehrengame. Der höchst bescheidene Auftritt gegen übermächtige Gegner hatte nach nur 38 Minuten und 40 Sekunden ein Ende und ließ alle Hoffnungen, so wie beim überraschenden Finaleinzug bei den Generali Open Kitzbühel weit zu kommen, in Windeseile verblassen.

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