Rot-weiß-roter Tennis-Feiertag vor dem Nationalfeiertag in der Wiener Stadthalle

Vor allem das Österreicher-Duell Dominic Thiem gegen Gerald Melzer sorgt für eine gespannte Erwartungshaltung.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.10.2016, 00:00 Uhr

Gerald Melzer - Dominic Thiem

Einen Tennis-Feiertag vor dem Nationalfeiertag hat der Spielplan am morgigen Dienstag, 25. Oktober 2016, bei den mit 1.884.645 Euro dotierten Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle zu bieten. Im zweiten Match nach 16:30 Uhr (im TV live auf ORF SPORT+, auf tvthek.orf.at im Livestream, auf tennisnet.com in den Livescores) kommt es zu dem mit Spannung erwarteten Österreicher-Duell zwischen Dominic Thiem und Gerald Melzer. Im Anschluss daran ist auch der zweifache Wien-Triumphator Jürgen Melzer (2009, 2010) gegen den als Nummer vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut im Einsatz. Eröffnet wird der zweite Spieltag des Hauptbewerbes ab 13:00 Uhr mit dem Auftaktmatch des spanischen Titelverteidigers David Ferrer (Nummer fünf) gegen den britischen Aufsteiger Kyle Edmund. Danach stehen mit den Aufeinandertreffen zwischen Lucas Pouille(Frankreich/7) und Feliciano Lopez (Spanien) sowie Jo-Wilfried Tsonga(Frankreich/6) und Benjamin Becker (Deutschland) zwei weitere hochkarätige Matches auf dem Centre Court auf dem Programm.

Thiem geht mit Respekt in das Kräftemessen mit seinem niederösterreichischen Landsmann. "Ich erwarte ein hartes und interessantes Duell. Er spielt die beste Saison seiner Karriere und hat deshalb auch ein riesiges Selbstvertrauen", sagte der 23-Jährige, der im Head-to-head mit Gerald Melzer mit 1:2 zurückliegt. "Alle bisherigen Matches gegen ihn waren auf Sand. Hier in Wien ist der Belag jedoch um einiges zügiger, daher bin ich schon gespannt, wie er damit zurechtkommen wird. Aber ich bleibe dabei, es wird sicher alles andere als eine leichte Aufgabe", erklärte der Weltranglisten-Neunte, der mit seinem Sieg beim "Tie Break Tens"-Blitzturnier am Sonntag jedoch eindrucksvoll bewiesen hat, dass er für sein Heimspiel in der Wiener Stadthalle gerüstet ist.

Ganz schwieriges Los für einen Lokalmatador

Auf Jürgen Melzer wartet gegen den Weltranglisten-14. Roberto Bautista Agut eine wahre Herkulesaufgabe. Der Spanier hat zuletzt in Shanghai im Semifinale Novak Djokovic besiegt und musste sich bei diesem ATP-Masters-1000-Event erst im Endspiel dem erklärten Wien-Favoriten Andy Murray geschlagen geben, der seinen "Erstrunder" gegen Martin Klizan (Slowakei) am Mittwoch bestreitet. Obwohl für den 35-jährigen Melzer der Weg zurück ein steiniger ist, unternimmt die frühere Nummer acht der Welt (April 2011) alles, um wieder den Anschluss an die Spitze zu finden: "Solange ich das Gefühl habe, Matches gewinnen zu können, mache ich weiter. Das gelingt mir an einem Tag besser, am nächsten wieder weniger gut. Ich bin aber nach wie vor voll motiviert", betonte Melzer, der im aktuellen ATP-Ranking auf Platz 417 geführt wird.

Für den Vorjahresfinalisten Steve Johnson ist der heurige Turnierauftritt im Einzel auch schon wieder vorbei. Der US-Boy zog in seiner Auftaktpartie gegen den Aufschlaghünen Ivo Karlovic mit 6:7 (5), 3:6 den Kürzeren. Der 2,11 Meter große Karlovic donnerte Johnson dabei nicht weniger als 16 Asse ins Feld. Neben dem Kroaten ist auch der mit einer Wildcard in den Hauptbewerb gekommene Russe Karen Khachanov eine Runde weiter. Der "#NextGen"-Star, der Anfang Oktober im chinesischen Chengdu seinen ersten ATP-Titel geholt hatte, besiegte den Italiener Andreas Seppi mit 6:4, 6:4.

von tennisnet.com

Montag
24.10.2016, 00:00 Uhr