ATP Genf: Dominic Thiem - Ein Schritt nach vorne, zwei zurück?

Das Warten auf den ersten Sieg nach dem Comeback auf der ATP-Tour geht für Dominic Thiem nach dem Ausscheiden in Genf weiter. Nächste Station: Roland Garros.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 17.05.2022, 09:16 Uhr

Dominic Thiem arbeitet weiter an seinem ersten Sieg nach dem Comeback
© Getty Images
Dominic Thiem arbeitet weiter an seinem ersten Sieg nach dem Comeback

Zunächst einmal eine Frage: Wie kann es sein, dass jemand, der so gut Tennis spielen kann wie Marco Cecchinato gerade im ersten Satz des Treffens mit Dominic Thiem, seit vergangenem August kein Match auf der ATP-Tour hat gewinnen können (in Winston Salem gegen Tennys Sandgren war´s)? Cecchinato hat die Linien geputzt, zauberhafte Stopps gespielt, das Match dominiert. Sicherlich auch, weil Thiem die Angelegenheit zu passiv angegangen ist. Die beiden Siege in der Qualifikation haben wohl auch geholfen, aber erstaunlich war die Leistung des Italieners vor allem zu Beginn schon.

Jene von Dominic Thiem hat sich an die in Rom, Madrid, Estoril und Belgrad vorangegangenen gewissermaßen angeschlossen: Körperlich wirkt der Österreicher in sehr guter Verfassung, die erwähnten sehr guten Dropshots von Cecchinato hat er zumeist erlaufen, hier und da mit der Vorhand gepunktet, die Rückhand war ohnehin nicht das Problem. Die Effizienz schon eher. Sieben Breakbälle hat sich Dominic Thiem in Genf erarbeitet, keinen einzigen konnte er verwerten. Das mag der fehlenden Matchpraxis geschuldet sein, auch wenn Cecchinato in den brenzligen Momenten immer zur Stelle war. Dass der Tweener funktioniert wie in den besten Tagen, wird Dominic Thiem nur ein schwacher Trost sein.

Thiem mit Vorteilen im Best-of-Five-Format?

Kommende Woche geht es nun also nach Paris. Was spricht dafür, dass es ausgerechnet in Roland Garros mit dem ersten Matchsieg nach dem Comeback klappen könnte? Wohl die angesprochene Fitness von Dominic Thiem, die er in einem Best-of-Five-Match noch mehr in die Waagschale werfen kann. Natürlich wird viel von der Auslosung abhängen, aber das gilt ja auch andersrum: Denn von den topgesetzten Männern wird auch keiner die Hand heben, wenn es darum geht, schon in den frühen, vielleicht sogar der ersten Runde gegen den zweimaligen Finalisten Thiem anzutreten.

Wir schicken dich zu einem Turnier mit Dominic Thiem --> https://www.tennisnet.com/news/come-back-stronger-die-bank-austria-schickt-euch-zu-einem-turnier-von-dominic-thiem

Was gewissermaßen auch für einen anderen Comebacker gilt, der am Bois de Boulogne schon einmal triumphiert hat: Eine Auftaktpartie gegen Stan Wawrinka steht auf dem Wunschzettel von Djokovic, Zverev, und Co. sicherlich nicht ganz oben. Auch wenn die Favoritenrolle in jenem Fall ähnlich klar verteilt wäre wie augenblicklich gegen Dominic Thiem. Am Donnerstag werden wir es wissen. Dann wird in Paris gelost.  

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von Jens Huiber

Dienstag
17.05.2022, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.05.2022, 09:16 Uhr

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