ATP Hamburg: Altmaier muss sich Paul beugen
Für Daniel Altmaier war beim ATP 500er-Turnier in Hamburg im Viertelfinale Endstation. Der Lokalmatador unterlag Tommy Paul mit 2:6 und 5:7.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
21.05.2026, 17:13 Uhr

Das Match begann denkbar schlecht aus Altmaiers Sicht, musste er doch gleich zum Auftakt ein Break hinnehmen. Zwar gelang dem Deutschen ein Rebreak zum 2:2, Paul ließ jedoch nicht locker und nahm dem Deutschen noch zwei weitere Male im Laufe des Satzes das Service ab.
Im zweiten Satz gelang es Altmaier zunächst, ein frühes Break abzuwenden. Beim Stand von 1:2 aus seiner Sicht war es dann Paul, der als erster bei eigenem Aufschlag wackelte und sich wie aus dem Nichts mit zwei Breakchancen konfrontiert sah. Bei der zweiten davon verschlug der US-Amerikaner auch noch eine einfache Vorhand und schenkte Altmaier quasi das Break.
Der deutsche Lokalmatador konnte jedoch den Aufwind nicht wirklich nutzen und kassierte das prompte Rebreak - sein insgesamt vierter Aufschlagverlust in diesem Match.
Die vermeintliche Vorentscheidung fiel schließlich beim Stand von 4:4, als sich der US-Amerikaner nach einem eng umkämpften Match das Break sicherte.
Altmaier entgeht um ein Haar einer Disqualifikation
Im Anschluss hatte Altmaier Riesen-Glück, dass es nur bei einer Verwarnung durch Fergus Murphy blieb, als er sein Racket frustriert mit dem Fuß in die Zuseher-Ränge kickte. Möglicherweise "rettete" den Deutschen dabei der Umstand, dass er zumindest nicht unmittelbar einen Zuschauer traf.
Danach gab es ein Deja-vu: Wie bereits in der Runde zuvor gegen Ben Shelton schaffte Altmaier im allerletzten Abdruck tatsächlich noch das Rebreak und glich zum 5:5 aus. Die Hoffnung auf ein erneutes episches Comeback wehrte jedoch nicht lange. Paul breakte erneut und ließ sich danach die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Die Nummer sechs des Turniers, die in der Runde zuvor gegen Tomas Martin Etcheverry sieben Matchbälle abwehren konnte, bekommt es am Freitag im Halbfinale mit dem Sieger des Matches zwischen Alex de Minaur und Luciano Darderi zu tun.
Für Daniel Altmaier geht es indes bei den French Open weiter, wo ihn ebenfalls eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet. Er fordert in der ersten Runde den Weltranglistenfünften Félix Auger-Aliassime aus Kanada.
Hier das Einzel-Tableau in Hamburg
