ATP Hamburg: Dominic Thiem möchte beim "österreichischen" Turnier zuschlagen

Dominic Thiem geht ab Montag beim ATP-Tour-500-Turnier in Hamburg auf Titeljagd. Nach einer längeren Pause fühlt sich der Österreicher bereit für neue Erfolge.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 20.07.2019, 10:45 Uhr

Dominic Thiem möchte in Hamburg eine Premiere feiern
© Getty Images
Dominic Thiem möchte in Hamburg eine Premiere feiern

Nach allem, was man so weiß, liegt Hamburg weiterhin im Norden Deutschlands. Weder wurde der das Stadion am Rothenbaum in die Nähe von Wiener Neustadt transferiert, noch fließt die Elbe neuerdings durch Salzburg. Dennoch hat das traditionsreiche ATP-Tour-500-Turnier nach den erfolgreichen Jahren unter Michael Stich seit diesem Jahr einen österreichischen Anstrich bekommen. Und auch eine österreichische Nummer eins: Dominic Thiem wird sich ab Montag wieder in den Turnierzirkus stürzen, mit starker Konkurrenz.

Am Mittwoch war Thiem noch im Wiener Filmmuseum zu Gast, die Bewertung der Dokumentation „Der Thiem Spirit“ (zu sehen am 29. Juli auf ServusTV) fiel grundsätzlich extrem positiv aus. Nun aber hat sich Thiem schon aufgemacht in die Hansestadt, wo er auf starke Konkurrenz treffen wird. „In Hamburg sind neben mir mit Alexander Zverev und Fabio Fognini noch zwei weitere Top-Ten-Spieler am Start. Das ist aufgrund der Konkurrenz nur für mich schlecht. Aber für das Publikum ist es toll“, erklärte Thiem in einem Interview mit dem österreichischen Kurier.

Thiem im Vorjahr in Hamburg im Viertelfinale

„Außerdem ist es seit heuer wegen Veranstalter Peter-Michael Reichel ja irgendwie ein österreichisches Turnier“, so Thiem weiter. Danach geht es tatsächlich in heimatliche Gefilde, Kitzbühel und die Generali Open rufen. Dort sei der Druck natürlich noch größer, auch in der Stadt am Fuße des Hahnenkamms wird Thiem an Position eins gesetzt sein.

Mit Hamburg ist der 25-Jährige sportlich noch nicht so recht warm geworden: Im vergangenen Jahr konnte Thiem im Viertelfinale gegen Nicolas Jarry zweimal klare Führungen in Tiebreaks nicht ins Ziel bringen, davor hatte der Niederösterreicher John Millman und Corentin Moutet besiegt.

2017 hatte Thiem den Sandplatz-Swing ausgelassen, sich schon früh auf US-amerikanischem Hartplatz in Washington versucht - ein Turnier, mit dem die aktuelle Nummer vier der Welt trotz der dort herrschenden Hitze eher nicht warm geworden ist. 2014 hat es für Thiem immerhin zu einem Platz in der dritten Runde gereicht, Leonardo Mayer erwies sich dort als zu stark.

Mit Massu trainiert

Fünf Jahre später sind die Voraussetzungen ganz andere, Dominic Thiem ist auf dem besten Wege, sich erneut für das ATP-Finale in London zu qualifizieren. Während der vergangenen Tage habe er zunächst mit Vater Wolfgang, am Ende mit Nicolas Massu trainiert. Der sich mit österreichischen Turnieren übrigens auch bestens auskennt: 2004 holte der Chilene in Kitzbühel einen seiner sechs Karriere-Titel.

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Samstag
20.07.2019, 11:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.07.2019, 10:45 Uhr

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