ATP: Hubert Hurkacz meldet sich mehr als eindrucksvoll zurück
Nach seiner Knie-Operation und sieben Monaten Pause prägt der Pole Hubert Hurkacz sein Comback-Turnier, den United Cup.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
12.01.2026, 17:19 Uhr

Sieben Monate ohne Matchpraxis, eine Knieoperation und ein kompletter Neustart: Für Hubert Hurkacz war der United Cup in Sydney weit mehr als nur der Beginn der neue Saison. Es war der erste Auftritt seit seinem letzten Turnier Anfang Juni 2025 in ’s-Hertogenbosch – und gleich ein emotionales Ausrufezeichen. Hurkacz übernahm nach langer Zwangspause wieder das Ruder und zeigte, dass er körperlich wie mental zurück auf allerhöchstem Niveau ist.
Der 28-Jährige präsentierte sich über das gesamte Turnier weg erstaunlich stabil. Hurkacz gewann vier seiner fünf Einzelpartien, schlug dabei mehrere Topspieler (unter anderem Alexander Zverev, Taylor Fritz) und entwickelte sich schnell zur tragenden Säule des polnischen Teams. Für einen Spieler, der sich monatelang auf Reha, Aufbautraining und Geduld fokussieren musste, war diese unwiderstehliche Präsenz alles andere als selbstverständlich.
“Dankbar, wieder hier zu sein”
Besonders bemerkenswert: Hurkacz wirkte nicht wie jemand, der vorsichtig testet oder noch nach Sicherheit sucht. Sein Aufschlag funktionierte, die Physis hielt, und auch in engen Momenten war keine Zurückhaltung zu erkennen. 95 Asse in fünf Partien sprechen ein klare Sprache.
„Ich bin unglaublich dankbar, wieder hier zu sein“, sagte Hurkacz nach dem Turnier. Für ihn persönlich bedeutete der United Cup mehr als nur ein paar Matcherfolge: Er war der Beweis, dass der mühsame Weg zurück gelungen ist. Nach einem halben Jahr Pause hat Hurkacz nicht nur wieder gespielt – er hat eingeschlagen wie eine Bombe.
