ATP Madrid: Jan-Lennard Struff schlägt Nick Kyrgios

Jan-Lennard Struff ist mit einem Erfolg in das ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid gestartet. Der deutsche Davis-Cup-Spieler besiegte Nick Kyrgios in zwei Sätzen mit 7:6 (4) und 6:4.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 05.05.2019, 22:46 Uhr

Jan-Lennard Struff steht in Madrid in Runde zwei
© Jürgen Hasenkopf
Jan-Lennard Struff steht in Madrid in Runde zwei

von Nikolaus Fink aus Madrid

Lediglich 65 Minuten dauerte die Partie auf dem Court Arantxa Sanchez, dann durfte Struff seinen Einzug in die zweite Runde feiern. Der Warsteiner und sein australischer Gegner hatten mit den schwierigen Licht-Schatten-Verhältnissen auf dem zweitgrößten Court der Caja Magica zu kämpfen. Struff meisterte die Aufgabe nach gewonnenem ersten Satz besser, gegen Ende des Tiebreaks reagierte Kyrgios seinen Unmut sogar an einem Schläger ab.

"Es ist schwierig, sich darauf einzustellen. Er serviert brutal gut und daher ist es schwierig, den Rhythmus zu finden. Heute habe ich das aber ganz gut gemacht", befand Struff nach der Partie gegenüber Tennisnet. Das Konzept des 29-Jährigen sei von Anfang an klar gewesen: "Ich habe versucht, so viele Bälle wie möglich reinzuspielen."

Zudem ließ Struff sich auch von einem frühen Break im zweiten Satz sowie der unkonventionellen Spielweise von Kyrgios beeindrucken: "Ich habe mich geärgert, als ich das Break kassiert habe. Man weiß, dass er dann Bomben serviert." Dennoch kam der Deutsche zurück und fand bei Breakball die richtige Antwort auf ein Underam-Service des Australiers. "Ich habe versucht, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen", erklärte Struff.

Struff fühlt sich auf Sand zuhause

Zugute kam dem Deutschen dabei auch der Untergrund, denn obwohl der Sandplatz in Madrid als der schnellste auf der ATP-Tour gilt, sei sein australischer Kontrahent auf anderen Belägen stärker einzuschätzen: "Wenn man gegen ihn spielen muss, dann am liebsten auf Sand."

Generell absolviert Struff bislang eine grundsolide Sandplatzsaison. In Monte Carlo scheiterte er nach einem Sieg über Denis Shapovalov knapp an Grigor Dimitrov und in Barcelona bot er Rafael Nadal im Viertelfinale enorm viel Gegenwehr. Einzig beim Heimturnier in München scheiterte der Deutsche in der ersten Runde an Thiago Monteiro.

"Ich bin auf Asche großgeworden. Ich habe ein gutes Spiel dafür, wenn der Platz nicht zu langsam ist. Hier ist es sehr schnell, der Ball springt gut. Ich habe etwas mehr Zeit, mich gut für meine Schläge zu stellen. Ich mag die Aschesaison", so Struff. In der nächsten Runde gegen Marin Cilic oder einen Qualifikanten sieht sich der 29-Jährige ebenfalls nicht chancenlos: "Cilic konnte ich in Tokio schlagen. Ich möchte natürlich die nächste Runde gewinnen."

Das Einzel-Tableau in Madrid

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Sonntag
05.05.2019, 15:52 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.05.2019, 22:46 Uhr

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