ATP Madrid: Thiem vs. Federer - ein Drama mit zwei Siegern

Das Viertelfinalduell zwischen Dominic Thiem und Roger Federer beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid war an Drama nicht zu überbieten. Schlussendlich hatte der Österreicher nach der Abwehr von zwei Matchbällen das bessere Ende für sich - als Sieger dürfen sich in gewisser Weise dennoch beide Spieler fühlen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 10.05.2019, 20:51 Uhr

Dominic Thiem und Roger Federer in Madrid
© Getty Images
Dominic Thiem und Roger Federer

von Nikolaus Fink aus Madrid

"Nach Matchbällen zu verlieren ist das Schlimmste", meinte Roger Federer nach seiner denkbar unglücklichen Viertelfinalniederlage gegen Dominic Thiem. Dem Schweizer war deutlich anzumerken: Diese Niederlage schmerzte richtig. Nicht einmal 20 Minuten nach Matchende hatte sich der 20-fache Grand-Slam-Sieger bereits im PK-Raum eingefunden und machte keinerlei Anstalten, seine Enttäuschung zu verbergen.

Dieser unbedingte Wille, Matches gewinnen zu wollen, zeichnet den 37-Jährigen nach wie vor aus und macht ihn auch auf Sand zu einem der meistgefürchtetsten Gegner aller Spieler. Das bekam auch Dominic Thiem zu spüren, der im Anschluss an die Partie seinen Gegner in den höchsten Tönen lobte: "Ich habe in jedem Interview gesagt, dass er ein unglaublicher Sandplatzspieler ist", erklärte der Österreicher gegenüber Tennisnet.com und weiteren deutschsprachigen Medienvertretern.

"Er ist in der Schweiz auf Sand großgeworden und weiß, wie man sich auf Sand bewegt. Weil er eben Federer ist, ist er überall, wo er mitspielt, absoluter Titelkandidat. Das gilt auch für Roland Garros", so Thiem weiter. 

Federer mit gutem Gefühl nach Paris

Der Schweizer selbst, der sich über einen Auftritt in Rom erst noch Gedanken machen muss, wollte sich in seiner Pressekonferenz nicht in den Favoritenkreis für die French Open hieven lassen. Er fühle sich zwar gut, das Ziel in Paris bleibe aber noch immer das gleiche: die zweite Woche bzw. das Viertelfinale zu erreichen.

Bei ähnlichen Auftritten wie in Madrid ist Federer aber auch im Stade de Roland Garros alles zuzutrauen - ein Gefühl, welches er am Anfang der Woche noch nicht gehabt haben dürfte. Daher darf sich auch der Maestro trotz der bitteren Niederlage zumindest als kleiner Sieger fühlen.  

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von Nikolaus Fink

Freitag
10.05.2019, 20:47 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.05.2019, 20:51 Uhr

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