ATP: Marat Safin stichelt gegen Sinner und Alcaraz

Marat Safin hält die aktuelle Tennis-Generation für überschätzt. Der Ex-Weltranglistenerste bezweifelt, dass Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in früheren Epochen ähnlich erfolgreich gewesen wären.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 16.07.2026, 08:59 Uhr

Marat Safin hält das aktuelle Herrentennis für vergleichsweise schwach
© Getty Images
Marat Safin hält das aktuelle Herrentennis für vergleichsweise schwach

Marat Safins spitze Zunge sorgt mal wieder für Diskussionen: Der frühere Weltranglistenerste ist überzeugt, dass Jannik Sinner und Carlos Alcaraz zwar zu den besten Spielern der Gegenwart zählen, in anderen Tennis-Epochen aber deutlich größere Probleme gehabt hätten. Im Gespräch (auf Youtube) mit seiner Schwester Dinara Safina erklärte der Russe, die beiden heutigen Stars wären weder zu Zeiten von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic noch Anfang der 2000er-Jahre an die Spitze der Weltrangliste gekommen.

Dabei wollte Safin die Erfolge der beiden keineswegs kleinreden. Sinner und Alcaraz seien außergewöhnliche Tennisspieler und verdiente Grand-Slam-Sieger. Federer habe allerdings auf einem ganz anderen Niveau gespielt. „Sie sind nicht Federer. Um dieses Level zu erreichen, müssen sie sich noch deutlich weiterentwickeln“, so der zweifache Major-Champion.

Konträre Meinung zu John McEnroe

Noch weiter ging Safin mit seiner Kritik am heutigen Herrentennis insgesamt. Das Niveau auf der Tour sei seiner Meinung nach gesunken. Während früher 30 bis 50 Profis außergewöhnliches Tennis gespielt hätten, gebe es heute höchstens zehn Spieler dieser Kategorie. Dass Topstars häufig ohne Satzverlust bis ins Halbfinale oder Finale marschierten, sei für ihn ein deutliches Zeichen dafür.

Mit dieser Einschätzung steht Safin allerdings im klaren Gegensatz zu John McEnroe. Der US-Amerikaner hatte nach dem spektakulären French-Open-Finale 2026 zwischen Sinner und Alcaraz erklärt, das aktuelle Niveau im Herrentennis sei das höchste, das er jemals gesehen habe. Aus seiner Sicht könnten beide Stars sogar mit einem Rafael Nadal in dessen Glanzzeit mithalten – eine These, die Safin wohl entschieden zurückweisen würde.

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Donnerstag
16.07.2026, 13:38 Uhr
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