ATP Masters Indian Wells: Bekommt Daniil Medvedev wieder US-Open-Vibes?

Wie schon im vergangenen Jahr stehen sich im Endspiel des ATP-Masters-1000-Turniers in Indian Wells Carlos Alcaraz und Daniil Medvedev gegenüber. Die Chancen sind fast gleich verteilt.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 17.03.2024, 08:04 Uhr

Daniil Medvedev steht in Indian Wells wieder im Endspiel
© Getty Images
Daniil Medvedev steht in Indian Wells wieder im Endspiel

Wer sich erinnern kann: Bei den US Open 2023 hatten sich Fans und die Fachwelt schon auf ein Endspiel zwischen Novak Djokovic und Carlos Alcaraz nicht nur eingestellt, sondern auch gefreut. Djokovic und Alcaraz hatten sich ein episches Wimbledon-Finale und ein paar Wochen später ein an Spannung kaum zu überbietendes Finale in Cincinnati geliefert. Und was sollte mit Blick auf die Halbfinal-Paarungen in Flushing Meadows schon passieren? Djokovic war gegen Ben Shelton klarer Favorit. Und Carlos Alcaraz hatte Daniil Medvedev noch in Wimbledon ganz übel abgezogen. Wie schon in Indian Wells.

Aber wie das halt so ist mit Daniil Medvedev: Auf einem Hartplatz, der auch seinen Ansprüchen genügt, sollte man ihn nie abschreiben. Und so überraschte der Russe Alcaraz also in der Vorschlussrunde der US Open genauso wie er zwei Sätze lang Jannik Sinner im Endspiel der Australian Open Anfang dieser Saison überrascht hatte. Bis ihm die Luft ausging.

Das ist heute in Indian Wells nicht zu erwarten. Zwar musste Medvedev gegen Tommy Paul über drei Sätze gehen, aber die waren bei weitem nicht so kräfteraubend wie die Partien in Melbourne. Die Frage ist, was sich Medvedev in seinem zehnten Finale auf 1000er-Niveau einfallen lassen wird. Vielleicht bringt sich ja auch Gilles Simon, neuerdings Teil des Betreuerstab des Russen, allerdings in Indian Wells nicht vor Ort, in die Diskussion ein.

Medvedev und Alcaraz mit Titelflaute

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Daniil Medvedev heute zum großen Coup im Tennis Paradise ausholt. Schließlich hat er dort noch nie gewonnen, was im Fall von Medvedev ein gutes Zeichen ist. Andererseits scheint sich Carlos Alcaraz wieder jener Form zu nähern, die ihn im Frühjahr des vergangenen Jahres ganz nach oben gespült hat. Schließlich war es 2024 noch keinem Spieler gelungen, Jannik Sinner zu besiegen. Fun fact: Sowohl Medvedev wie auch Alcaraz haben nach verlorenem ersten Satz das Endspiel erreicht. Das war bei einem 1000er zuletzt 2013 der Fall - damals schafften das Andy Murray und David Ferrer.

Wovon man ausgehen darf: So einseitig wie vor Jahresfrist sollte die Neuauflage von Alcaraz gegen Medvedev nicht werden. Ein 6:3 und 6.2 ist nicht zu erwarten. Auch nicht, dass sich Daniil Medvedev nicht auf die Stoppbälle von Carlos Alcaraz einstellen kann. Und: Im Gegensatz zu 2023 sollen sich die Courts ja ein wenig schneller spielen. Gut für Medvedev, den Hartplatz-Spezialisten.

Großer Tennissport steht an. Zumal für beide Spieler der letzte Titelgewinn schon lange zurückliegt: Carlos Alcaraz hat seit Wimbledon keinen Siegerpokal mehr hochgehalten, Daniil Medvedev sogar seit dem 1000er in Rom.

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

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Sonntag
17.03.2024, 13:18 Uhr
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