ATP Masters Indian Wells: Wie viel Überraschungspotenzial steckt in Meddy?
Daniil Medvedev geht heute als klarer Außenseiter gegen Carlos Alcaraz in das Halbfinale beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells. Kann er dennoch überraschen?
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
14.03.2026, 06:37 Uhr

Man muss gar nicht so lange zurückgehen in der gemeinsamen Geschichte von Daniil Medvedev und Carlos Alcaraz, um eine Begegnung zu finden, in der Medvedev ziemlich unerwartet als Sieger vom Platz gegangen ist: 2023 bei den US Open war’s, da konnte sich der Russe in vier Sätzen behaupten. Was insofern bemerkenswert war, als dass Alcaraz bei jenem Turnier als Titelverteidiger an den Start gegangen war. Und weil der Spanier auch die beiden Begegnungen davor im Jahr 2023 für sich entscheiden konnte, jeweils sehr souverän: im Halbfinale von Wimbledon und im Endspiel von - ja - Indian Wells. Wie auch zwölf Monate später.
Nun treffen die beiden im Tennis Paradise also wieder aufeinander. Und wieder spricht eigentlich alles für einen Sieg von Carlos Alcaraz. Der Weltranglisten-Erste hat in der laufenden Saison noch kein Match verloren, spielerisch agiert Alcaraz fast in einer eigenen Liga. Es sei denn, er leistet sich ein paar schlampige Volleys wie im Viertelfinale gegen Cameron Norrie. Aber gerade in Indian Wells und gerade gegen Daniil Medvedev sind die Voraussetzungen für Alcaraz fast perfekt, vor allem wenn bei sinkenden Temperaturen gespielt wird. Dann wird Medvedev das Spiel zu langsam - und Alcaraz hat genügend Zeit, zwischen seinen vielen Schlagoptionen zu wählen.
Medvedev fehlen fünf Punkte auf die Top Ten
Und was spricht für einen Sieg von Daniil Medvedev? Vielleicht nur, dass er mit Thomas Johansson einen neuen Impuls in seiner Trainerbox sitzen hat, der ihm neue Impulse gibt. Vielleicht auch, dass Medvedev in diesem Jahr, ebenso wie Alcaraz, schon zwei Turniere gewonnen und dementsprechend viel Selbstvertrauen angesammelt hat.
Um in die Top Ten zurückzukommen, muss für Daniil Medvedev allerdings ein Sieg her. Denn im Live-Ranking ist er zwar an Alexander Bublik denkbar knapp herangekommen - es fehlen aber noch fünf Punkte für Position zehn in den Charts.
Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells
