ATP Masters Madrid: Carlos Alcaraz überrollt Alexander Zverev

Alexander Zverev hat das Finale des Masters-Events von Madrid gegen einen unglaublich stark aufspielenden Carlos Alcaraz mit 3:6 und 1:6 verloren. Dem jungen Spanier ist es tatsächlich gelungen, nacheinander Rafael Nadal, Novak Djokovic und Alexander Zverev zu schlagen. 

von Dennis Heinemann
zuletzt bearbeitet: 08.05.2022, 19:49 Uhr

Auch im Finale nicht zu stoppen: Carlos Alcaraz
Auch im Finale nicht zu stoppen: Carlos Alcaraz

Sky-Kommentator Marcel Meinert hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Er sagte sinngemäß, dass das Wort „Wunderkind“ mit Vorsicht zu genießen sei, dass Alcaraz da aber schon sehr nah herankomme. Und es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass die Tenniswelt gerade mit offenem Mund zuschaut, wenn der 19-jährige Spanier auf dem Platz steht.

Klar, Alcaraz schwimmt ohnehin auf einer Euphorie-Welle. Die kann ihn natürlich auch durch ein solches Finale tragen. Beeindruckend ist jedoch, wie gut sein Kopf in diesen jungen Jahren schon mit dabei ist und wie wenig Furcht er vor großen Siegen hat. Gegen Zverev war er ab Mitte des ersten Satzes klar der bessere, der aktivere Spieler und ließ einfach nicht mehr locker. Mit 6:3 holte er sich den ersten Durchgang.

Starke Kombination aus Power und Stop

Was schon die ganze Woche über auffiel: Die Gegner von Alcaraz haben zurecht Respekt vor der Power, mit der der Spanier seine Kontrahenten nach hinten drängen kann. Da fällt es schon schwer, an der Grundlinie zu bleiben. Das ist das eine Thema – wenn dann aber noch die Stops dazukommen, wird es richtig schwer. Wie schon Nadal und Djokovic, hatte auch Zverev Schwierigkeiten, auf Stops zu reagieren – das war gegen Rune in München übrigens auch schon der Fall.

Dass Zverev kämpfen kann, ist bekannt. Aber dafür braucht er auch den ein oder anderen Ansatzpunkt. Da kam ihm das frühe Break, das er zu Beginn des zweiten Satzes hinnehmen musste, natürlich nicht entgegen. Er wirkte nach seinem Halbfinal-Erfolg gegen Tsitsipas nicht ganz so spritzig. In der Folge blieb also nur noch die Frage, ob Alcaraz es wirklich bis ganz zum Ende durchziehen wird. Durch seinen Titel in Miami konnten die Zuschauer die Antworte auf diese Frage aber schon erahnen. Nach nur einer Stunde Spielzeit sorgte ein Doppelfehler von Zverev für das überraschend deutliche 6:3 und 6:1.

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von Dennis Heinemann

Sonntag
08.05.2022, 19:47 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.05.2022, 19:49 Uhr

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