ATP-Masters Madrid: Dominic Thiem - „Das Halbfinale ist sensationell!“

Spätestens mit dem hart erkämpften Viertelfinal-Sieg gegen John Isner beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid hat sich Dominic Thiem eindrucksvoll in der Weltspitze zurückgemeldet.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.05.2021, 18:56 Uhr

Dominic Thiem steht in Madrid im Halbfinale - zum vierten Mal in Folge
Dominic Thiem steht in Madrid im Halbfinale - zum vierten Mal in Folge

Die Reisen nach Madrid waren in den vergangenen Jahren für Dominic Thiem zumeist von schönen Siegen geprägt, hier hat der Österreicher 2014 mit Stan Wawrinka erstmals einen Mann aus der absoluten Weltspitze geschlagen. 2017 und 2018 erreichte Thiem das Endspiel, der ganz große Triumph blieb ihm bis jetzt aber versagt. Der Viertelfinal-Erfolg gegen John Isner am Freitag in der Caja Magica zählt sicherlich zu den herausragenden Erlebnissen von Dominic Thiem in der spanischen Hauptstadt.

Aus mehrerlei Gründen: Isner bewies in der Anfangsphase, warum er im Laufe des Turniers mit Roberto Bautista Agut und Andrey Rublev zwei echte Könner aus dem Tableau gekegelt hatte. Im Gegensatz zur Partie gegen den Russen brillierte Isner gegen Thiem aber auch als Rückschläger. „Ich war überrascht von der Returnleistung, sogar auf den ersten Aufschlag ist er voll drauf gegangen“, sagte Thiem unmittelbar nach dem Match im Interview mit Sky. Und gegen Isner mit einem Break zu starten, so wie es Dominic Thiem im ersten Akt widerfuhr, sei, als beginne man schon mit einem Satzrückstand.

Thiem mit herausragender Beinarbeit

Nun war Thiem bekanntermaßen mit einer gewissen Unsicherheit und zwingend fehlender Matchpraxis nach Madrid gekommen, hatte mit Marcos Giron eine eher leichtere Auftaktaufgabe gerne angenommen. Die Partie gegen Alex de Minaur hätte auch ziemlich mühsam werden können, der Australier hatte in Durchgang eins immerhin einen Satzball.

Gegen John Isner zeigte Dominic Thiem schon wieder jene Tugenden, sie ihn in die absolute Weltspitze gebracht haben: beharrliches Powertennis, eine bemerkenswerte Beinarbeit und, ja, auch eine gewisse Flexibilität bei der Return-Position. Er sei jedenfalls überrascht von sich selbst und dem Erreichten: „Das Halbfinale ist sensationell.“

Körperlich bereit für den Kapazunder Zverev

In Hinblick auf seinen Gegner in der Vorschlussrunde am Samstag (live bei Sky und in unserem Liveticker) übte sich der regierende US-Open-Champion in Understatement. „Ich weiß nicht, ob ich spielerisch bereit für die beiden Kapazunder bin“, sagte Thiem noch. Körperlich allerdings sei er es auf jeden Fall.

Thiem hatte vor dem Match zwischen den Kapazundern Rafael Nadal und Alexander Zverev mit 51:49 Prozent den Spanier vorne gesehen. Geworden ist es aber dann doch Zverev, der in Madrid eine beeindruckende Woche hinlegt. Und der einen seiner beiden Siege gegen Thiem (bei acht Niederlagen) in Madrid gefeiert hat. 2018, mit 6:4 und 6:4 im Endspiel.

Hier das Einzel-Tableau in Madrid

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von Jens Huiber

Freitag
07.05.2021, 18:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.05.2021, 18:56 Uhr

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