ATP Masters Madrid: Planlos in der Zauberkiste? Zverev fordert Sinner heraus

Alexander Zverev kommt in Schwung. In Madrid überstand er im sechsten Anlauf endlich ein Halbfinale. Nun wartet die größtmögliche Aufgabe.

von SID/red.
zuletzt bearbeitet: 02.05.2026, 11:46 Uhr

Alexander Zverev sucht verzweifelt nach einem Rezept gegen Jannik Sinner
© Getty Images
Alexander Zverev sucht verzweifelt nach einem Rezept gegen Jannik Sinner

Auf dem Court war Alexander Zverev noch "super, super glücklich", doch hinter den Kulissen der Caja Mágica von Madrid kam bald die unvermeidliche Frage nach seinem Finalgegner. Ob er denn schon einen Plan für das Match am Sonntag (17.00 Uhr/Sky) gegen Jannik Sinner habe? "Nö", antwortete Zverev im Interview mit Sky schnippisch, "sieht man ja, weil ich achtmal in Folge verloren habe."

Die Halbfinal-Hürde hatte er durch ein souveränes 6:2, 7:5 gegen den belgischen Außenseiter Alexander Blockx nach fünf gescheiterten Anläufen in diesem Jahr übersprungen. Richtig happy ist Zverev jedoch erst, wenn es mit einem Sieg gegen den schier unbezwingbaren Dominator aus Südtirol klappt. Die Niederlagenserie gegen Sinner nagt an ihm.

Alleine in dieser Saison war der Italiener in drei Halbfinals zu stark: In Indian Wells, Miami und auch auf Sand in Monte Carlo verlor Zverev teils deutlich. Beim vierten Turnier der hochdotierten Masters-Serie soll der Durchbruch gelingen. Nur wie?

Sinner: “Einer der besten Aufschläger der Welt”

"Ich muss besser spielen als in Monte Carlo, da habe ich schrecklich gespielt", sagte Zverev lapidar und fügte an: "Ich fühle mich gut, besser als in Monte Carlo." 1:6, 4:6 war er in seiner Wahlheimat untergegangen, wenige Wochen später fühlt sich Zverev in der Lage, Sinner herauszufordern. "Ich bin glücklich mit meinem Level", sagte er.

Das gilt allerdings auch für Sinner, der in seinem Halbfinale dem formstarken Franzosen Arthur Fils beim 6:2, 6:4 kaum eine Chance ließ. Die Rollen sind klar verteilt: Zverev (29) ist der Herausforderer, Sinner (24) der Favorit. Zwölf Sätze nacheinander hat der Weltranglistenerste gegen seinen deutschen Konkurrenten gewonnen, eine leichte Aufgabe erwartet er deshalb aber nicht.

"Sascha hat hier schon zweimal gewonnen, die Bedingungen liegen ihm", sagte Sinner. Zverev habe "das perfekte Spiel, um hier gut zu sein", analysierte er, "der Aufschlag ist hier sehr wichtig, und er ist einer der besten Aufschläger der Welt."

French Open stehen bald an

Der Zauberkiste (Caja Mágica) genannte Court in Madrid liegt fast 700 Meter über dem Meer, die Höhenluft kam Zverev in der Vergangenheit häufiger entgegen. 2018 und 2021 holte er einen der wichtigsten Titel auf Sand. Ein weiterer Erfolg wäre nicht nur der erste Turniersieg seit mehr als zwölf Monaten, er wäre eine Bestätigung, dass es in diesem Frühjahr mit dem langersehnten Grand-Slam-Triumph klappen kann.

Roland Garros (ab 24. Mai) rückt näher - und damit wohl Zverevs beste Chance auf einen Titel bei einem der vier Majors. Die Formkurve zeigt nach oben, die offensivere Grundausrichtung stimmt. Fehlt nur noch ein Plan gegen Sinner, der kurz davor steht, Einzigartiges zu erreichen. Fünf Masters-Turniere nacheinander hat noch kein Tennisprofi gewonnen.

Das Einzel-Tableau in Madrid

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