ATP Masters Miami: Fritz und die amerikanischen Patienten

Beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami sind mit Tommy Paul und Frances Tiafoe zwar noch zwei Lokalmatadore im Einzel-Tableau vertreten. Um die restlichen US-Stars darf man sich aber durchaus Sorgen machen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 25.03.2026, 12:24 Uhr

Taylor Fritz konnte trotz seiner Niederlage gegen Jiri Lehecka auch noch lächeln
© Getty Images
Taylor Fritz konnte trotz seiner Niederlage gegen Jiri Lehecka auch noch lächeln

Patrik Kühnen wird das ATP-Masters-1000-Turnier in Miami ganz genau beobachtet haben. Nicht nur in seiner Funktion als Experte bei Sky, sondern natürlich auch als Turnierdirektor der BMW Open, die in wenigen Tagen in München beginnen werden. Das Hauptfeld beim MTTC Iphitos wird stark besetzt sein - wenn denn alle angesagten Spieler auch tatsächlich kommen. 

Keine Sorgen muss sich Kühnen in dieser Hinsicht um sein großes Zugpferd machen: Alexander Zverev wirkt in Miami nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Zverev kommt ja als Titelverteidiger nach München, im vergangenen Jahr konnte er im Endspiel glatt gegen Ben Shelton gewinnen. Womit wir aber schon mitten im Thema sind: Denn Shelton befindet sich nach seiner lästigen Verletzung bei den US Open 2025 eigentlich noch immer in der erweiterten Comeback-Phase. Und das läuft mit wenigen Ausnahmen nicht ganz rund. Eine, wenn auch knappe, Niederlage gegen Alexander Shevchenko auf Hartplatz hatten wohl nur die wenigsten Tennisfans auf ihrer Bingo-Karte. 

Fritz in München vor zwei Jahren Finalist

Noch größerer Sorgen bereitet aber ein anderer amerikanischer Patient: Taylor Fritz nämlich. Der musste sich gestern ja im Achtelfinale dem ebenfalls anfälligen Jiri Lehecka geschlagen geben. Und hat schon vor Miami angekündigt, dass er möglicherweise auf die gesamte Sandplatz-Saison verzichtet, um sein malades Knie auszukurieren. Das wäre natürlich ein herber Verlust für das Münchner Turnier, wo Fritz vor zwei Jahren im Finale gegen Jan-Lennard Struff verlor. Und wo er schon vor zwölf Monaten kurzfristig absagen musste. 

Und wenn von geplagten Amerikanern die Rede ist, kommt selbstredend auch Sebastian Korda ins Spiel. Nach dem mitreißenden Auftritt gegen Carlos Alcaraz hatte der ATP-Physio bei Kordas nächstem Match gegen Martin Landaluce wieder als Hände voll zu tun. Und zwar buchstäblich. Der Rücken Kordas benötigte ab Ende des zweiten Satzes permanenten Zuspruch. Wie es nun weitergeht, wird sich zeigen. 

Und so sind tatsächlich nur noch zwei Lokalfavoriten bei den Männern in Miami vertreten: Frances Tiafioe und Tommy Paul. Letzterer hat sich in jüngerer Vergangenheit auch mit Wehwehchen herumgeschlagen, kommt schön langsam aber wieder in Form. Und könnte im nach dem Aus von Alcaraz verwaisten oberen Tel des Tableaus tatsächlich das Endspiel erreichen. Bei “Big Foe” stehen die Aussichten dafür nicht so glänzend: Er trifft im Viertelfinale nämlich auf Jannik Sinner. 

Hier das Einzel-Tableau in Miami 


 

von Jens Huiber

Mittwoch
25.03.2026, 12:24 Uhr