ATP Masters Miami: Hubert Hurkacz krönt sich nach Sieg über Jannik Sinner zum Masters-Champion

Hubert Hurkacz hat beim ATP-Masters-1000-Event von Miami seinen ersten Titel dieser Kategorie gewonnen. Der Pole besiegte am Sonntag im Endspiel den 19-jährigen Jannik Sinner mit 7:6 (4) und 6:4 (Hier könnt ihr das Match im Liveticker nachlesen!).

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 05.04.2021, 00:51 Uhr

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Jannik Sinner und Hubert Hurkacz kämpfen in Miami um ihren ersten ATP-Masters-1000-Titel
Jannik Sinner und Hubert Hurkacz kämpfen in Miami um ihren ersten ATP-Masters-1000-Titel

Viel überraschender hätte die Finalpaarung beim ATP-Masters-1000-Event von Miami nicht ausfallen können. Nach den Absagen von Djokovic, Nadal, Thiem, Federer & Co., den frühen und überraschenden Niederlagen von Zverev, Medvedev und Tsitsipas waren es die beiden Youngsters Hubert Hurkacz und Jannik Sinner, welche die sich eröffnende Chance eiskalt ausnutzten und mit starken Darbietungen gegen Andrey Rublev bzw. Roberto Bautista Agut das Finalticket lösten. 

Damit war schon vor dem ersten Ballwechsel klar: Es wird in Miami 2021 ein neuer Masters-Champion gekürt werden. Und es könnte ein so junger sein, wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Mit gerade einmal 19 Jahren hatte nämlich Sinner, der erst im Herbst des Vorjahres seinen ersten Titel auf der ATP-Tour gefeiert hatte, die Chance, erstmals auf der zweithöchsten Turnierkategorie zuzuschlagen. 

Hurkacz startet stärker

Den besseren Start in dieses Endspiel erwischte jedoch Hubert Hurkacz, der nach einem schlampigen Aufschlagspiel des Südtirolers zum 0:2 das erste Break der Partie schaffte. In einer mäßigen Anfangsphase war es der Pole, der dem Spiel seinen Stempel aufdrucken konnte - zumal Sinner einen etwas nervösen Start hinlegte. Eine Nervosität, die der Südtiroler jedoch mit seinem Spielgewinn zum 1:3 ablegte und danach mit einem bärenstarken Game und einem Weltklasse-Return vor die Füße Hurkacz´ das Rebreak zum 2:3 schaffte. 

Es folgten umkämpfte Aufschlagspiele, in denen beide Spieler (Halb)chancen auf das Break hatten, diese aber nicht zu nutzen vermochten. Bis zum Stand von 5:5: Sinner erhöhte in diesem Spiel noch einmal die Schlagzahl, erspielte sich mit einem sehenswerten Rückhand-Longline-Winner zwei Breakbälle, von denen er den ersten nach einem Rückhandfehler des Weltranglisten-37. auch zu verwerten wusste. 

Sinner mit Selbstfaller 

Dass in diesem Match aber doch der größte Karrieretitel für den Teenager zur Disposition stand, das bekam man Augenblicke später zu sehen: Mit gleich vier unerzwungenen Fehlern in Serie "schenkte" der Italiener seinem polnischen Gegenüber nahezu das Zu-Null-Rebreak - ein Tiebreak musste also die Entscheidung bringen. In diesem nahm der Pole nun das Momentum voll mit, erspielte sich - auch dank einiger Fehler von Jannik Sinner - schnell vier Satzbälle, von denen er Nummer drei nach einem Vorhandfehler des Südtirolers auch zu nutzen wusste. 

Dieser Trend setzte sich auch in Durchgang zwei fort. Hubert Hurkacz profitierte weiterhin von einem zu fehleranfällig agierenden Jannik Sinner und holte sich gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes den Breakvorteil. Bei Sinner hingegen schien nun der Faden völlig gerissen zu sein, auch im nächsten Aufschlagspiel des Italieners fand Hurkacz zwei Breakchancen vor - deren erste der Weltranglisten-37. auch gleich nutzen konnte. 

Hurkacz wackelt

Hubert Hurkacz hingegen spielte sich nun langsam, aber sicher in einen Lauf, dominierte das Geschehen in Florida und brachte seinen Kumpel Jannik Sinner immer mehr in Richtung eines regelrechten Debakels. Der Südtiroler stemmte sich gegen die Niederlage und brachte beim Stand von 0:4 noch einmal seinen Aufschlag durch und machte Augenblicke später mit einem starken Rückschlagspiel zumindest ein Break wett.

Der Pole schien nun wirklich mit sich zu kämpfen haben, war weit von jener Souveränität entfernt, mit der er noch in den zweiten Durchgang gestartet war. Nachdem Sinner auch noch zum 3:4 verkürzen konnte, gelang Hurkacz dann aber der so wichtige Spielgewinn bei eigenem Aufschlag. Ein Game fehlte dem 24-Jährigen also noch auf seinen größten Karrieretitel. Dieses sollte dem Polen schließlich auch noch gelingen, bei eigenem Aufschlag machte der Weltranglisten-37. den 7:6 (4) und 6:4-Erfolg perfekt. 

Hurkacz neuer Weltranglisten-16.

Direkt im Anschluss an seine Niederlage hatte Sinner indes nur lobende Worte für Hurkacz parat: "Hubi, viele Glückwünsche zu dieser Woche. Du hast gezeigt, welch großes Talent du hast. Du bist vielleicht mein bester Freund auf der Tour und wir sollten noch einige Endspiele spielen." Selbiges richtete der große Triumphator auch an den Südtiroler: "Du hast eine großartige Zukunft vor dir. Du hast in dieser Woche einen tollen Job gemacht."

Damit ist Jannik Sinner im Alter von nur 19 Jahren an einem weiteren großen Meilenstein in seiner Laufbahn vorbeigeschrammt. Für Hubert Hurkacz hingegen ist es in seinem ersten Finale auf ATP-Masters-1000-Niveau gleich der erste Titel in dieser Kategorie. Der Weltranglisten-37. wird nach seinem dritten Titel auf der ATP-Tour am Montag auf Platz 16 der Weltrangliste geführt werden - eine neue persönliche Bestleistung für den 24-Jährigen. 

Hier könnt ihr das Match im Liveticker nachlesen!

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