ATP Masters Miami: Hubert Hurkacz - Unter dem Radar ins Finale

Hubert Hurkacz hat mit seinem Erfolg über Andrey Rublev das Sensationsfinale beim ATP-Masters-1000-Event von Miami perfekt gemacht. Für seinen Trainer Craig Bynton hingegen war der Aufstieg des Polen nur eine Frage der Zeit. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 04.04.2021, 08:29 Uhr

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Hubert Hurkacz steht in Miami in seinem ersten ATP-Masters-1000-Finale
Hubert Hurkacz steht in Miami in seinem ersten ATP-Masters-1000-Finale

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da fand die Erstaustragung des ATP Cups für die österreichischen Mannen ein äußerst bitteres Ende. Dominic Thiem, damals die Nummer vier der ATP Charts, musste sich im zweiten Einzel gegen Polen in einem hochklassigen Match gegen einen gewissen Hubert Hurkacz geschlagen geben. Und konnte sich nach der Niederlage nicht wirklich etwas vorwerfen. 

Denn Hurkacz schlug gut auf, agierte sowohl von der Vorhand- als auch Rückhandseite äußerst druckvoll und zugleich solide. Es war dies wohl eine der besten Leistungen im Kalenderjahr 2020 von Hubert "Hubi" Hurkacz, dem in der Folge nicht wirklich der Knopf aufgehen wollte. Nun, 2021, scheint dem 24-Jährigen dieser aber endgültig aufgegangen zu sein, nach seinem Titelgewinn in Delray Beach zum Jahresstart spielte sich der Pole in Miami in sein erstes ATP-Masters-1000-Endspiel. 

"Lass sie einfach geschehen"

Maßgeblichen Einfluss auf diese starken Leistungen hat standesgemäß auch der Übungsleiter des Weltranglisten-37., der US-Amerikaner Craig Boynton. "Ich musste vor dem Turnier ein paar Tage hintereinander mit Hubi sprechen und ich sagte ihm: 'Du musst die Dinge einfach geschehen lassen", erklärte Boynton im Laufe des Turniers von Miami gegenüber der ATP. "Lass sie einfach geschehen, denn du hast die Arbeit gemacht."

Denn die Arbeit im Team Hurkacz, sie seine eine durchaus harte, wie Boynton betont. In den letzten sechs Wochen hätte man sich keinen einzigen freien Tag - mit Ausnahme eines Anreisetages vielleicht - gegönnt. "Und er bringt diese Leistungen täglich auf den Platz. Aber man muss einfach loslassen und es auf sich zukommen lassen. Die Verbesserungen kommen lassen, die Arbeit geschehen lassen", betont der US-Amerikaner. 

Hurkacz unter dem Radar

Und auch von außen hielt sich der Druck auf den Polen in den letzten Wochen und Monaten in Grenzen. Kein Nachteil, wie Übungsleiter Boynton betont: "Der Druck ist ein bisschen weg, sozusagen. Du bist nicht wirklich auf dem Radar von irgendjemandem, niemand hat wirklich irgendwelche Erwartungen", erklärt der 57-Jährige. "Wenn man die Dinge geistig einfach hält und sich nur auf wenige Dinge konzentriert, an denen man arbeitet, dann werden diese gut werden. Und dann bekommst du Momentum", so der US-Amerikaner. 

In dieselbe Kerbe schlägt der junge Pole selbst, der in der Pressekonferenz nach seinem Überraschungserfolg über Andrey Rublev erklärte: "Ich denke, dass ich jetzt im Momentum bin. Ich werde jetzt versuchen, mich so gut es geht für das Finale am Sonntag vorzubereiten." Ein Finale, das der Pole gegen einen guten Freund auf der Tour bestreiten wird, schlug er doch erst vor wenigen Tagen an der Seite Jannik Sinners im Doppelbewerb von Dubai auf. 

Das spiegelt sich auch in der Wortwahl vor dem größten Endspiel der Karriere der beiden jungen Männer wieder. Denn im Vorfeld des Finale hatte Hurkacz für sein Gegenüber aus Südtirol nur lobende Worte parat: "Jannik ist ein toller Mensch. Ich denke, er ist super, super ruhig und super gechillt, und außerdem ist er ein guter Mensch", sagte Hurkacz. "Wir scherzen miteinander. Wir sind gute Freunde, also wünsche ich ihm alles Gute."

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