ATP Masters Rom: Das hat fast was von „Carlitos Mania“
Carlos Alcaraz wird erst am Samstag sein erstes Match beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom bestreiten. Die Begeisterung bei der ersten Trainingseinheit des Spaniers war aber schon am gestrigen Donnerstag groß.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
12.05.2023, 07:01 Uhr

Carlos Alcaraz muss natürlich nichts und niemanden auf der ATP-Tour fürchten. Als ersten Gegner in Rom hätte er sich aber vermutlich nicht Albert Ramos-Vinolas ausgesucht. Gegen seinen Landsmann hatte Alcaraz im vergangenen Jahr in Roland Garros massive Probleme, musste sogar einen Matchball abwehren (und tat dies, wer sich erinnern kann, auf sensationelle Art und Weise).
Aber mal schauen: Ramos-Vinolas hat in den letzten Monaten Probleme mit seiner Form gehabt, Carlos Alcaraz kommt als frisch gekürter Champion von Madrid ins Foro Italico.
Erstmals übrigens, was vielleicht den Empfang erklärt, der ihm von den Fans dort bereitet wurde. Selbst bei einer Traningssession waren die Tribünen voll, der seit ein paar Tagen 20-jährige Spanier schien mächtig Spaß zu haben, die Fans aus. Dass das Interesse an „Carlitos“ ein wenig auszuufern scheint, sieht man auch an dem Umstand, dass seine Übungseinheit im Stream live übertragen wurde.
Nur zwei Niederlagen für Alcaraz 2023
Andererseits: Die ATP versteht es eben viel besser als die WTA, neue Gesichter bei den Fans zu etablieren. Das ging spätestens los mit der ersten #NextGen um Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas, die als „Erwachsene“ ja auch Fantastisches geleistet haben - auch wenn der ganz große Erfolg bei einem Major bislang ausgeblieben ist.
Carlos Alcaraz kann an dieser Stelle schon einen Haken dran machen. Und scheint den damit verbundenen Erwartungen nach seiner Verletzungsauszeit auch 2023 wieder gerecht werden zu können. Niederlagen gab es bislang nur im Endspiel von Rio de Janeiro gegen Cameron Norrie und im Halbfinale von Miami gegen Jannik Sinner. Dem gegenüber stehen die vier Championate in Buenos Aires, Indian Wells, Barcelona und eben Madrid.
Djokovic als größter Konkurrent?
Ob in Rom nun der nächste Coup folgt? Die Konkurrenz ist größer als zuletzt in Madrid, dafür sorgt schon alleine die Präsenz von Novak Djokovic. Aber am ersten Antreten von Alcaraz in Rom könnte man immerhin festmachen, dass es sich gelohnt hat, die beiden aufeinanderfolgenden Sand-1000er auf jeweils zwölf Tage aufzublasen. Denn noch eines hat Carlos Alcaraz seinen gleichaltrigen Mitstreitern voraus: Er weiß, wann er eine Pause einzulegen hat. So wie im letzten Jahr in Rom, als dort die Action noch direkt nach dem Endspiel in Madrid begann.
Hier das Einzel-Tableau in Rom
