ATP Masters Rom: Offen wie ein Scheunentor - wer kommt „unten“ ins Finale?

Beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom wird mindestens ein Spieler das Endspiel erreichen, auf den wohl nur die wenigsten Fans gesetzt haben.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 13.05.2026, 00:28 Uhr

Rafael Jodar hat in Rom noch große Chancen . wie auch drei weitere Kollegen
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Rafael Jodar hat in Rom noch große Chancen . wie auch drei weitere Kollegen

Bis zum Stand von 6:1 und 5:3 für Alexander Zverev gegen Luciano Darderi konnte man gestern ja davon ausgehen, das es auch in Rom zu einem Endspiel zwischen Jannik Sinner und eben Zverev kommen würde. Zu überlegen hatte der Deutsche bis dahin agiert - und auch wenn es im Viertelfinale gegen den aufstrebenden Spanier Rafael Jodar gegangen wäre: Gerade gegen die ganz jungen Spieler war und ist es Alexander Zverev immer ein Anliegen, beim allerersten Treffen seinen Clan abzustecken. 

Jetzt aber bekommt es eben dieser Rafael Jodar nicht mit der Nummer drei der Welt zu tun, sondern mit Luciano Darderi. Und das andere Viertelfinale in der unteren Tableauhälfte bestreiten Karen Khachanov und Casper Ruud. Lässt sich da ein Favorit ausmachen? 

Beginnen wir mit Ruud, der sich gegen Lorenzo Musetti erstaunlich glatt durchsetzen konnte. Das mag daran liegen, dass Musetti nach seiner längeren Verletzungspause noch nicht ganz wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat. Oder aber auch daran, dass Ruud sich wieder vollinhaltlich auf seinen Beruf konzentriert. Und sich nicht mit - durchwegs erfreulichen - privaten Angelegenheiten aufreibt.    

Sinner von “oben” klarer Favorit

Gegen Karen Khachanov hat Casper Ruud eine 2:1-Bilanz, in Rom haben die beiden vor sechs Jahren gegeneinander gespielt. Mit dem besseren Ende für den Norweger. Khachanov ist als Nummer 13 der nominelle Favorit für den Finaleinzug in Rom 2026. 

Vom Gefühl her könnte aber die Stunde von Rafael Jodar schlagen. Denn eben der bringt neben viel Selbstvertrauen auch die jugendliche Frische mit, die Luciano Darderi nach der doch anstrengenden Partie gegen Zverev fehlen könnte. 

In der oberen Hälfte gibt es derweil keine Anzeichen, dass es nicht Jannik Sinner werden wird, der am Sonntag um die große Trophäe spielen wird. Im vergangenen Jahr musste sich Sinner im Endspiel ja Carlos Alcaraz geschlagen geben. Diesmal ist er der ganz große Favorit. 

Hier das Einzel-Tableau in Rom 

von Jens Huiber

Mittwoch
13.05.2026, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.05.2026, 00:28 Uhr