ATP Masters Rom: Zverev, der „schlechteste Platz“ und das Heimturnier
Alexander Zverev wird nach seinem Ausscheiden beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom gut überlegen, ob er in der kommenden Woche tatsächlich in Hamburg antreten wird.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
13.05.2026, 00:25 Uhr

Die Ansetzung der Matches am gestrigen Dienstag in Rom war ja schon spannend: da spielten die Nummer eins der Welt und natürlich auch des Turniers, Jannik Sinner nämlich, und der nicht nur von der Papierform her größte Herausforderer, Alexander Zverev. Der frühe Spieltermin hatte wohl auch damit zu tun, dass für die Viertelfinal-Partien eine gewisse Chancengleichheit herrscht: Denn die untere Hälfte spielt ja schon heute. Da wäre eine Night Session mit Zverev und Luciano Darderi nicht ganz fair gewesen.
Sei es, wie es sei: Alexander Zverev hätte diese Partie ziemlich locker gewinnen müssen. 6:1 und 5.3 führte der zweimalige Rom-Champion im zweitgrößten Stadion im Foro Italico. Bis dorthin waren auch schon ein paar Bälle versprengen - aber das fällt einem natürlich dann viele her auf, wenn die Punkte wichtiger werden.
Zverev moniert die Platzqualität
Jedenfalls gab es auch im Tiebreak von Durchgang zwei noch genügend Chancen für Zverev auf den Einzug in die Runde der letzten acht. Darderi bot seine ganze Kunst und Kampfkraft auf , Zverev verfiel in alte Muster, war in manchen Situationen zu passiv. Das große Thema blieb aber der Court.
"Das ist der schlechteste Platz, auf dem ich je gespielt habe. Junioren, Profis, Future, Training. Ich habe noch nie auf einem Platz gespielt, dessen Zustand so schlecht ist. Ich habe einen Matchball, und der Ball springt mir über den Kopf hinweg", sagte Zverev, der aber anerkannte: "Ich hätte das Match in zwei Sätzen gewinnen sollen. Danach hat er fantastisch gespielt.“
Das Fehlen von Alcaraz als Chance
Rom 2026 ist also Geschichte für Alexander Zverev, nun auch im Einzel. Im Doppel musste erst sich mit Marcelo Melo ja schon in der ersten Runde verabschieden.
Was kommt nun aber als nächstes? Der Plan ist ein Start am Hamburger Rothenbaum. Und durch das unerwartet frühe Aus in Rom hätte Alexander Zverev jetzt ja auch ein paar Tage Zeit, um sich vor dem Start bei seinem eigentlichen Heimturnier auszuruhen. Aber die Frage ist, ob er nicht doch lieber direkt nach Roland-Garros jettet. Dort steht der Höhepunkt der Sandplatz-, angesichts des Fehlens von Carlos Alcaraz vielleicht sogar der gesamten Saison an. Und seinem ganz großen Ziel - dem Gewinn eines Grand-Slam-Turniers - wird Alexander Zverev alles unterordnen.
Hier das Einzel-Tableau in Rom
