Novak Djokovic: Ohne Sandplatzsieg nach Roland-Garros
Die “neue Realität” macht Novak Djokovic zu schaffen. Der Serbe wird ohne einen einzigen Saisonsieg auf Sand zu den French Open nach Paris reisen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
12.05.2026, 16:57 Uhr

Das Comeback in Rom, es verlief für Novak Djokovic nicht unbedingt nach Plan. Der 24-fache Grand-Slam-Sieger unterlag dem Kroaten Dino Prizmic in der zweiten Runde in drei Sätzen und hinterließ dabei einige Fragezeichen. Denn nach einem starken Start schienen den Serben am Ende des Matches Schulterprobleme zu plagen.
"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in den letzten Jahren der Vorbereitung jemals ohne körperliche Probleme in ein Turnier gegangen bin", erklärte Djokovic, der zu Jahresbeginn bei den Australian Open das Finale erreicht hatte, nach dem Match. “Es ist immer irgendetwas. Das ist eine Art neue Realität, mit der ich umgehen muss.”
Djokovic hat nicht viel Zeit
Eine neue Realität ist für Djokovic auch, dass er nicht mehr als Topfavorit zu einem Grand-Slam-Turnier reist. An Jannik Sinner führt derzeit ohnehin kein Weg vorbei, doch auch Alexander Zverev scheint in der aktuellen Gemengelage weit größere Chancen auf einen Major-Triumph zu haben als der 38-Jährige.
Er hoffe, bei den French Open in Paris (24. Mai bis 7. Juni) wieder bei 100 Prozent zu sein, meinte Djokovic in Rom. So recht schien allerdings auch er selbst nicht daran zu glauben. Die Vorbereitung war mehr als verkorkst, der unter dem Strich enttäuschende Auftritt im Foro Italico wird vor dem zweiten Major-Turniers des Jahres der einzige auf Sand bleiben.
2025 erreichte Djokovic in Paris das Halbfinale
Denn wie Djokovic ankündigte, wird er - anders als noch vor zwölf Monaten - in diesem Jahr nicht in Genf aufschlagen. “Das ist einfach eine Entscheidung”, lautete die wortkarge Begründung des Weltranglistenvierten. Somit wird Djokovic ohne einen einzigen Saisonsieg auf Asche nach Paris reisen.
2025 hatte Djokovic mit dem Turniersieg in Genf noch ordentlich Selbstvertrauen getankt und in Roland-Garros anschließend das Halbfinale erreicht. Dort war für ihn dann gegen Sinner Schluss. Ein ähnlich gutes Ergebnis des dreifachen French-Open-Champions wäre ein Jahr später beinahe schon eine Überraschung. Stichwort neue Realität.
