ATP Indian Wells: Zverev verschluckt sich nicht an der eigenen Medizin

Alexander Zverev hat Brandon Nakashima also im sechsten Match zum sechsten Mal besiegt. Danach war er aber voll de Lobes für seinen Gegner.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.03.2026, 12:42 Uhr

Alexander Zverev konnte sich auf seinen Aufschlag verlassen
© Getty Images
Alexander Zverev konnte sich auf seinen Aufschlag verlassen

Alexander Zverev neigt manchmal zu Übertreibungen, aber im konkreten Fall haben sie ja nur seinen Eindruck nach dem Match gegen Brandon Nakashima am gestrigen Sonntag illustriert. 20 Asse hätte ihm der US-Amerikaner eingeschenkt, erklärte Zverev noch auf dem Court im Stadium 2, sowohl auf Englisch wie dann auch auf Deutsch. Laut offizieller Statistik waren es zwar „nur“ 17, aber auch das war so nicht zu erwarten. Dass nämlich der grundsolide Nakashima dem eigentlichen Aufschlagkünstler Zverev von dessen eigener Medizin einschenkt. 

Zverev selbst hat immerhin 15 Asse in seiner Schlussbilanz vermerkt gehabt. Das war schon mal besser - aber entscheidend ist da natürlich auch das Timing. Denn das hat bei Alexander Zverev vor allem im ersten Satz perfekt gestimmt: Immer, wenn es eng geworden ist, dann hat Zverev sich mit dem Service gerettet. Vor allem auch im Tiebreak, das er mit 7:2 gewann. 

Zverev verucht sich am Dropshot

Und sonst so? Hat Zverev eben mal wieder gegen einen seiner Lieblingsgegner gewonnen. Zum sechsten Mal schon musste Nakashima der deutschen Nummer eins zum Sieg gratulieren, selten war es so knapp wie gestern. Aber vielleicht braucht Zverev diese erste harte Aufgabe ja, um richtig ins Turnier zu kommen. Der Einstieg gegen einen sehr müden Matteo Berrettini fiel dann doch arg einfach aus. 

Eigentlich gut informierte Kreise hatten ja davon berichtet, dass Zverev sich im Training hauptsächlich mit der Aufschlag-Volley-Variante beschäftigt habe. Davon war nun gegen Brandon Nakashima herzlich wenig zu sehen. Auffallend allerdings: Dass der Dropshot recht oft zum Einsatz kam. Nicht immer perfekt, aber doch zumeist so, dass Nakashima nichts damit anfangen konnte. 

Gespannt darf man sein, welche Varianten Zverev wählt, wenn er nicht wie in seinen ersten beiden Matches um 11 Uhr vormittags angesetzt ist. Denn dass in Indian Wells eigentlich zwei völlig unterschiedliche Turniere ausgetragen werden - eines tagsüber, das andere abends - ist bekannt. 

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells 


 

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Montag
09.03.2026, 08:56 Uhr
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