Novak Djokovic wieder mit Gebhard Gritsch - Fehlt nur noch Boris Becker

Zurück zu den Wurzeln: Novak Djokovic setzt bei seiner Krisenbewältigung auf Altbewährtes. Wie die Tagezeitung Die Presse am Freitag berichtete, arbeitet der frühere Weltranglistenerste wieder mit dem österreichischen Fitnesstrainer Gebhard Gritsch zusammen.

von Ulrike Weinrich
zuletzt bearbeitet: 04.05.2018, 13:00 Uhr

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Gebhard Gritsch

Djokovic und der Tiroler Gritsch, es ist eine Verbindung, die bereits zwischen 2009 und Mai 2017 fruchtete. In den vergangenen Tagen hatte der 61-Jährige bereits wieder mit dem Serben im Novak Tennis Center in Belgrad trainiert. "Novak weiß, wie wir arbeiten", sagte Gritsch dem österreichischen Blatt Die Presse.

Es ist offensichtlich, dass der zwölfmalige Major-Champion im Kampf um den Anschluss zur Weltspitze immer mehr alte Weggefährten um sich versammelt. Fehlt eigentlich nur noch sein Ex-Coach Boris Becker...! Die Wege der Beiden hatten sich im Dezember 2016 getrennt, nachdem Djokovic quasi sein gesamtes "Team Nole" umkrempeln wollte und wenige Monate später auf neue Wegbegleiter wie André Agassi und Radek Stepanek setzte.

Der Erfolg blieb aus - nicht zuletzt, weil der 30-Jährige an einer langwierigen Ellbogen-Verletzung laborierte. Unter Agassi holte der "Djoker" nur einen Titel: Im Sommer 2017 beim Rasen-Event in Eastbourne.

Auch der "alte" Coach Marian Vajda ist wieder an Bord

Dass die aktuelle Nummer zwölf im Ranking auf dem Weg zurück in die Zukunft wieder auf Erfolgsgaranten von einst setzt, war bereits in den vergangenen Wochen deutlich geworden. Beim Masters in Monte Carlo, bei dem er im Achtelfinale an Dominic Thiem (Österreich) scheiterte, saß sein alter Coach Marian Vajda in der Box.

Der Slowake hatte Djokovic von 2006 bis 2017 betreut und quasi alle großen Erfolge mitgemacht. Bereits in der Vorbereitung auf den Hochkaräter in Monaco hatte Vajda seinen ehemaligen Schützling beim Training in Marbella geholfen. "Das ist für uns beide wie ein Neubeginn", hatte Djokovic damals gesagt.

Novak Djokovic hofft auf die Wende - Starts in Madrid, Rom und Paris

In der kommenden Woche startet der Serbe beim Masters in Madrid, danach will er in Rom spielen, wo er 2017 das Finale gegen Alexander Zverev (Hamburg) verloren hatte. Großes Ziel des kriselnden Djokovic sind die French Open (27. Mai bis 10. Juni).

Im Stade Roland Garros hatte der Zweifach-Vater und sechsmalige Melbourne-Champion bislang einmal triumphiert (2016) - und damit vor knapp zwei Jahren seinen Karriere-Grand-Slam komplettiert.

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