Dominic Thiem – „War klar, dass ich den Level nicht aufrechterhalten kann“

Österreichs Jungstar ist stolz auf seine Leistungen in dieser Saison, sieht sich aber eben noch nicht als Top-fünf-Spieler.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 01.11.2016, 09:17 Uhr

VIENNA,AUSTRIA,25.OCT.16 - TENNIS - ATP World Tour, Erste Bank Open. Image shows Dominic Thiem (AUT). Photo: GEPA pictures/ Walter Luger

Er mag vielleicht nicht der oberste Favorit für diese Auszeichnung sein, und doch istDominic Thiemganz sicher verdient für den ATP World Tour Award des „Most improved player“, des meistverbesserten Spielers dieses Jahres, nominiert. Durch seinerstes Grand-Slam-Halbfinale bei den French Open in Parisund den Gewinn von vier ATP-Titeln, darunterseinen ersten bei einem ATP-World-Tour-500-Turnier, und vielen weiteren starken Ergebnissen hat sich der 23 Jahre junge Niederösterreicher in dieser Saison von Rang 20 aus bis auf Position sieben in der Weltrangliste gespielt, derzeit nimmt er Platz acht ein. Dadurch befindet er sich in einer tollen Position, um beim dieswöchigen ATP-Masters-1000-Hartplatzturnier in Paris-Bercy endgültig das Ticket für die ATP World Tour Finals in London zu lösen.

„Ich bin noch nicht so gut“

Zu verdanken hat Thiem dies vor allem einer höchst beeindruckenden ersten Saisonhälfte. Als stets objektiver bis selbstkritischer Betrachter seiner Leistungen bekannte der Österreicher, im ATP-Videointerview im Vorfeld des Events in Frankreichs Hauptstadt, freilich auch: „Ehrlich gesagt war es irgendwo klar, dass ich den Level nicht aufrechterhalten kann. Wenn ich’s hätte können, wäre ich wahrscheinlich Top Fünf. Ich denke, ich bin noch nicht so gut. Ich hoffe, ich kann es in ein paar Jahren sein, aber ich bin es in diesem Jahr noch nicht“, so die einmal mehr erstaunlich offenen Worte des Shootingstars, der sich aber dennoch dessen bewusst ist, was er trotz schwächerer zweiter Saisonhälfte geleistet hat: „Ich werde wahrscheinlich unter den Top Ten der Welt abschließen. Das wäre wirklich unglaublich.“

Thiem ist klar, „natürlich war es eine schlechtere zweite Saisonhälfte im Vergleich zur ersten, aber es war immer noch viel besser als die letzten Jahre. Also denke ich, dass ich damit immer noch happy sein kann.“ Wie er dem einzigen Masters-1000-Event in der Halle bzw. überhaupt dem letzten Turnier vor dem Masters in London entgegenblickt? Und was er zum Zweikampf um die Nummer-eins-Position zwischenNovak DjokovicundAndy Murrayzu sagen hat? All das könnt ihr euch hier ansehen und -hören.

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Dienstag
01.11.2016, 09:17 Uhr