ATP: Rafael Jodar - plötzlich Sand im Getriebe

Rafael Jodar darf zwar weiterhin von einer Teilnahme bei den ATP Finals in Turin hoffen. Dafür muss der junge Spanier aber schleunigst seine Form des Frühjahrs wiederfinden.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 02.10.2026, 19:25 Uhr

Rafael Jodar sollte bald wieder in Schwung kommen
© Getty Images
Rafael Jodar sollte bald wieder in Schwung kommen

Den Titel des Newcomers des Jahres auf der ATP-Tour 2026 wird Rafael Jodar menschlichem Ermessen nach niemand mehr streitig machen können. Der mittlerweile 20-jährige Spanier war als Nummer 165 in die Saison gegangen, aktuell liegt Jodar auf Position zwölf der ATP-Charts. Im Race to Turin sieht es sogar noch besser aus, da ist der Youngster als Neunter erster Verfolger von Daniil Medvedev.

Aber was im Frühjahr so prächtig begann, könnte doch noch nicht ganz zu einem Happy End führen. Denn nichts anderes wäre die erstmalige Qualifikation für das Turnier der acht Jahresbesten auf der ATP-Tour ja. Denn die letzte großen Chance, richtig ordentlich zu punkten, hat Rafael Jodar bei den US Open ausgelassen. Da gab es eine unerwartet glatte Pleite gegen den Chinesen Yunchaokete Bu. 

Jodar mit gutem Debüt beim Laver Cup

Dem Vernehmen nach war Jodar zu jenem Zeitpunkt nicht ganz fit. Das hatte sich bis zum Auftritt im Davis Cup in Chile aber wieder gebessert, da holte Jodar gegen Cristian Garin souverän einen Punkt für die Auswahl von David Ferrer. Und bei seinem Debüt beim Laver Cup ließ Rafael Jodar so gar nicht anbrennen, besiegte Alexander Bublik völlig humorlos in zwei Sätzen.

Alles wieder in Ordnung also? Von wegen. In Tokio gab es nun gegen Adolfo Vallejo eine richtig böse schlappe, lediglich vier Spiele konnte Jodar gegen den Mann aus Paraguay gewinnen. Da mag vielleicht die verhältnismäßig kurze Zeit zwischen dem Laver Cup in London und dem ersten Auftritt in Tokio eine Rolle gespielt haben, zumal ja auch andere Spieler, die über das Wochenende in der O2 Arena aktiv waren, früh verloren (Casper Ruud oder Learner Tien etwa).

Sollte es nun aber auch in Shanghai eher zäh für Rafael Jodar laufen, dann ist der Sand ein Getriebe doch etwas gröber als gedacht. Was für einen Mann, der seine erste Spielzeit auf höchstem Level absolviert, aber absolut verständlich ist.

von Jens Huiber

Freitag
02.10.2026, 20:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 02.10.2026, 19:25 Uhr