ATP Ranking: Die Rio-Artisten um Etcheverry rollen das Feld auf
Während Carlos Alcaraz mit dem Triumph in Doha seine Führung in der Weltrangliste auf Jannik Sinner weiter vergrößern konnte, verzeichneten die Rio-Halbfinalisten die größten Sprünge innerhalb der Top 100.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
23.02.2026, 10:05 Uhr

Als hätte es überhaupt einer aktuellen Klärung der Spitzenposition in der Weltrangliste bedurft, ließen sich mit Carlos Alcaraz und Jannik Sinner die beiden Branchenführer mit einem stattlichen Antrittssalär in die katarische Hauptstadt locken, um beim ATP-250-Turnier in Doha eine erste aktuelle Standortbestimmung nach den Australian Open abzuliefern. Nachdem der Südtiroler im Viertelfinale dem Favoritenschreck Jakub Mensik aus Tschechien unterlegen war, war der Weg frei für den Spanier, der sich mit seinem zwölften Saisonsieg mit dem Titel krönen und damit den Vorsprung auf seinen Rivalen im Ranking auf mehr als 3000 Punkte vergrößern konnte.
Die einzige Platzierungsänderung in den Top 10 vollzog der US-Amerikaner Taylor Fritz, der mit seinem Viertelfinaleinzug beim ATP-250-Turnier in Delray Beach um eine Position auf Platz 7 vorrücken und damit den Kanadier Felix Auger-Aliassime überholen konnte.
Den größten Wirbel in den Top 100 verursachte das ATP-Turnier in Rio, das mit einem Viertelfinale bei einem 500er-Event ohne Top-50-Spieler eher geschichtsträchtig daherkam. So verbesserte sich der Turniersieger Tomas Martin Etcheverry, an Position 8 geführt immerhin der einzig gesetzte Spieler in der Runde der letzten Acht, um 18 Ränge auf Platz 33 und kratzt damit an seinem Karrierehoch 27, auf dem er sich vor knapp zwei Jahren befand. Ebenfalls in den Top 50 zurück meldet sich der Chilene Alejandro Tabilo, der mit seinem Finaleinzug um 26 Positionen klettert und damit Rang 42 bekleidet. Als direkte Nachbarn sind die beiden Halbfinalisten Vit Kopriva und Ignacio Buse mit den Plätzen 65 und 66 gelistet. Während es für den Tschechen um 22 Ränge nach oben ging, verzeichnet der Peruaner einen Sprung um 25 Positionen.
Auch das ATP-Turnier in Delray Beach brachte mit Sebastian Korda einen Sieger im doppelten Sinne hervor. Mit seinem Turniersieg in Florida spielte sich der US-Amerikaner auf heimischem Terrain mit den 250 Weltranglistenpunkten um 10 Positionen auf Rang 40 nach vorne.
Etwas unbeachtet, da auf der Challenger-Tour, schafften zwei Youngster die Rückkehr in die Top 100. Während sich der Belgier Alexander Blockx mit seinem Finaleinzug beim 125er-Event in Lille um 10 Positionen auf Rang 94 verbessern konnte, ging der Franzose Luca van Assche einen Schritt weiter und schaffte mit dem Turniersieg den Aufstieg um 30 Plätze auf die exakte Position 100.
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