ATP Rio: Marathon-Mann Etcheverry ringt auch Tabilo nieder

Nach seinem Comaback-Erfolg im Halbfinale gegen Vit Kopriva drehte der Argentinier Tomas Martin Etcheverry am selben Tag auch noch das Endspiel des ATP-500-Turniers in Rio de Janeiro gegen den Chilenen Alejandro Tabilo und stand damit am Finaltag knapp sechs Stunden auf dem Platz. Der Titel im Doppel ging davor in einem Krimi an die brasilianischen Lokalmatadoren Joao Fonseca und Marcelo Melo, die damit den Triumph des Augsburgers Constantin Frantzen verhinderten.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 07:19 Uhr

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Mit zwei Kraftakten am Finaltag sicherte sich der Argentinier Tomas Martin Etcheverry in Rio seinen ersten ATP-Titel.

Der Weg zum Titel schien beinahe unendlich weit zu sein, als die vier Semifinalisten des ATP-500-Turniers in Rio de Janeiro am gestrigen Finaltag erst noch ihre aufgrund von starkem Regen verschobenen Halbfinals bestreiten mussten, ehe am späten Abend das Endspiel angesetzt war.

Kräftig Körner lassen musste dabei der Argentinier Tomas Martin Etcheverry, der seinem Hablfinale gegen den Tschechen Vit Kopriva nach verlorenem ersten Durchgang zwar noch eine Wendung geben konnte, dafür aber knapp drei Stunden auf dem Platz verbringen musste. Zudem konnte sein Finalgegner Alejandro Tabilo aus Chile mit dem glatten Zweisatz-Erfolg gegen den körperlich angeschlagenen Peruaner Ignacio Buse in 72 Minuten ordentlich Kraft sparen.

Und zu Beginn der Partie sah es auch so aus, als sollte der 26-jährige diesen Anstrengungen Tribut zollen müssen. Nach verlorenem ersten Durchgang lag der Weltranglisten-51. auch im zweiten Satz mit 1:3 im Hintertreffen, ehe er erneut zur famosen Aufholjagd ansetzte. Mit drei Spielgewinnen in Folge meldete er sich wieder zurück, vertagte die Entscheidung in den Tiebreak, den er zum Satzgleichstand dominierte.

Mit dem Momentum im Rücken packte Etcheverry, der sich im Entscheidungs-Durchgang die einzigen fünf Break-Möglichkeiten erspielen konnte, beim Stand von 1:1 mit seiner dritten Chance zu und ließ sich den Vorsprung bis zum Ende nicht mehr nehmen. Mit seinem dritten Matchball fixierte der Spieler aus La Plata den 3:6, 7:6 (3), 6:4-Erfolg nach mehr als drei Stunden und tütete mit dem Finalerfolg beim 500er-Event in Brasilien seinen ersten Titelgewinn auf der ATP Tour ein.

Lokalmatadoren Fonseca/Melo triumphieren im Doppel-Krimi gegen Frantzen/Haase

Schon vor dem Endspiel im Einzel herrschte auf der Quadra Guga Kuerten wahre Volksfeststimmung. Im Doppel-Finale sah sich das brasilianische Duo Joao Fonseca und Marcelo Melo der deutsch/niederländischen Paarung Frantzen/Haase gegenüber. Und der Augsburger erwischte an der Seite des Routiniers den besseren Start und konnte den ersten Durchgang für sich entscheiden. Im zweiten Akt spielte sich der brasilianische Youngster Fonseca immer mehr frei und ebnete mit seinen Power-Schlägen den Weg zur schnellen 5:0-Führung mit vier laufenden Satzbällen bei Aufschlag seiner Gegner. Zwar konnten Frantzen/Haase diese alle abwehren und drei Spielgewinne in Folge verbuchen, mussten aber den Satzausgleich dennoch hinnehmen. Im entscheidenden Match-Tiebreak wurden die Karten noch einmal neu gemischt, weshalb die Zuschauer bis zum Schluss auf die Folter gespannt wurden. Mit einem unwiderstehlichen Rückhand-Return-Winner fixierte der 19-jährige Fonseca den ersten Matchball der Partie, den er anschließend unter frenetischem Jubel des Heimpublikums mit einem Ass direkt auf die Linie zum finalen 4:6, 6:3, 10:8 verwandeln konnte.

Hier das Einzel-Tableau aus Rio de Janeiro

Hier das Doppel-Tableau aus Rio de Janeiro

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von Dietmar Kaspar

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23.02.2026, 07:17 Uhr
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