24:22! Reilly Opelka gewinnt mit Rekordtiebreak gegen John Isner

Reilly Opelka (ATP-Nr. 23) ist mit einem Sieg über John Isner ins Finale des ATP-Turniers in Dallas eingezogen. Und hat dabei den längsten Tiebreak der ATP-Geschichte gewonnen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 13.02.2022, 08:37 Uhr

Reilly Opelka hat bei den US Open auch nix gerissen
© Getty Images
Reilly Opelka

Reilly gewann das Halbfinale der Aufschlagkünstler mit 7:6 (7) und 7:6 (22) und gewann dabei den längsten Tiebreak der ATP-Geschichte seit den Rekordaufzeichnungen in 1990./

Insgesamt zehn Satzbälle wehrte er im zweiten Durchgang ab, nutzte seinerseits dann aber den achten Matchball mit dem Minibreak zum 24:22. Die 26 Punkte zuvor jeweils an den Aufschläger gegangen. "Irgendwann stand es 21 beide... das hatte ich noch nie erlebt. Aber wenn so etwas passieren sollte, dann in diesem Match."

Damit sprach der 24-Jährige etwas Wahres aus: Die vergangenen zwölf Sätze im Matchup zwischen Opelka und Isner mussten allesamt im Tiebreak ausgespielt werden.

Opelka gelangen 39 Asse, ein Tour-Rekord in einem Zweisatz-Match; man kann davon ausgehen, dass er in einem möglichen dritten Satz den Rekord von Ivo Karlovic (einst 45 Asse in drei Sätzen) gebrochen hätte.

Auf Future-Ebene ging ein Tiebreak einst 36:34 aus

Verrückt: Ein 20:18, den bisherigen ATP-Rekord, hatte es schon sieben Mal gegeben.

Den Rekord für den längsten Tiebreak bei den Herren überhaupt haben Opelka und Isner allerdings nicht gebrochen: Michael Mortensen/Jan Gunnarson gewannen in ihrem Erstrundenmatch in Wimbledon in 1985 mit 26:24 gegen John Frawley/Victor Pecci.

Auf Challenger-Ebene liegt der Rekord bei 22:20, aufgestellt im Match zwischen Evgeny Karlovsky und Guillermo Olaso in 2018, ironischerweise auch in Dallas.

2013 gewann auf der (damaligen) Future-Ebene Benjamin Balleret gar einen Tiebreak mit 36:34 gegen Guillaume Couillard.

Opelka trifft im Finale auf Jenson Brooksby

Opelka trifft im Endspiel auf Landsmann Jenson Brooksby, der seinerseits hart kämpfen und vier Matchbälle beim 6:4, 6:7 (5) und 7:6 (5) gegen Marcos Giron abwehren musste. Brooksby steht damit in seinem ersten Endspiel auf ATP-Ebene, beim erst achten Auftritt in einem Hauptfeld.

Opelkas Kommentar im Anschluss: Isner sei sein liebster Spieler, der variable Brooksby hingegen "wohl der unliebste Kontrahent, gegen den ich spielen kann."

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von Florian Goosmann

Sonntag
13.02.2022, 08:13 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.02.2022, 08:37 Uhr

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