Kritik an Federer und ATP

Der Turnierdirektor des Masters-1000-Turniers in Paris-Bércy Guy Forget hat seinen Unmut über die Absage von Roger Federer geäußert und kritisiert dabei den Schweizer und die ATP.

von Maximilian Kisanyik
zuletzt bearbeitet: 31.10.2017, 17:59 Uhr

Roger Federer konzentriert sich auf seinen Körper

Die Absage des "Maestros" für Paris-Bércy traf nicht nur die Fans vor Ort, auch der Turnierdirektor der French Open und des letzten Masters im Jahr Guy Forget kämpft mit einer herben Enttäuschung. In einem Interview mit der französischen L´Equipe konnte er seinen Frust nicht verbergen: "Wir sind natürlich traurig, weil wir viel Aufwand betrieben haben, um Roger hier begrüßen zu können", erklärte Forget.

Federer verkündete nach dem gewonnen Finale in Basel gegen Juan Martín del Potro am vergangenen Sonntag seine Absage in Paris. Grund dafür seien körperliche Probleme und der Schweizer brauche Zeit zur Regeneration. "Gegen Ende des Matches gegen del Potro war er sichtlich angeschlagen. Er hat Rückenschmerzen, einfach alles schmerzt", fügte der Turnierdirektor an.

Trotz allem Verständnisses gegenüber der Entscheidung schwingt bei Forget Kritik mit: "Ich bin enttäuscht und frustriert. Ich habe mit seinem Manager gesprochen und er sagte mir, dass sich Federer erholen möchte. Wir können nichts tun", so der 52-Jährige.

ATP verliert Glaubwürdigkeit

Forget wendete sich dabei auch an die Verantwortliche der ATP, die solche Absagen besser kontrollieren sollten: "Natürlich verfolgt jeder Spieler seine eigenen Interessen, aber ich denke, dass die Masters 1000 neben den Grand Slams die 9 größten Turniere im ATP-Kalender darstellen. Wenn ein Spieler diese auslässt, leidet die Glaubwürdigkeit der ATP darunter."

In der Tat wählte "FedEx" seinen Terminkalender mit Bedacht auf seinen Körper. So ließ Federer die komplette Sandplatzsaison ausfallen, um optimal für das Turnier in Wimbledon und die Rasensaison vorbereitet zu sein. Die Erfolge geben dem Schweizer recht. Es folgte bekanntermaßen Turniersiege in Halle, Wimbledon, Shanghai und vor Kurzem in Basel.

Besonders bitter für die Fans in der französischen Hauptstadt ist die Tatsache, dass Federer schon zum zweiten Mal in Folge nicht auf dem grünen Untergrund aufschlagen wird. Im vergangenen Jahr beendete der Schweizer mit einer Knieverletzung die Saison bereits im Juli. Der Fokus für Federer liegt derzeit voll auf den ATP World Tour Finals in London, die Mitte November starten werden.

Das Einzel-Tableau in Paris-Bércy

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von Maximilian Kisanyik

Dienstag
31.10.2017, 17:59 Uhr