Kokkinakis peilt French Open an

Wird es diesmal mit dem Comeback von Thanasi Kokkinakis klappen? Der verletzungsgeplagte Australier möchte jedenfalls spätestens in Roland Garros wieder aufschlagen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.05.2017, 16:20 Uhr

Kommt das Glück zurück an die Seite von Thanasi Kokkinakis?

Was lässt sich gegen die Nutzung eines "Protected Ranking" vorbringen, zumal bei einem Grand-Slam-Turnier? Aus finanzieller Sicht gar nichts, schon die Teilnahme an einem der vier Majors garantiert ein stattliches Preisgeld. Wer seine Rückkehr allerdings auch sportlich ambitioniert anlegen möchte, der sollte sich über die Risiken und Nebenwirkungen eines Antretens nach langer Verletzungspause, etwa bei den French Open, keine Illusionen machen.

Die gute Nachricht für Thanasi Kokkinakis, der mit einer geschützten Wetranglisten-Platzierung von 81 nennen darf: Die Erfahrungen seiner mehr als ein Jahr währenden Leidenszeit haben den Australier zum Realisten werden lassen, Illusionen über einen geschmeidigen Wiedereinstieg in den Tenniszirkus sind dem mittlerweile 20-Jährigen fremd. "Ich hatte einige Fehlstarts, das war der härteste Teil", erklärte Kokkinakis im Gespräch mit dem Portal sport360. "Ich hatte das Gefühl, ständig vor einer gelben Ampel zu stehen. Entweder haben mir die Ärzte gesagt, dass ich in ein paar Monaten wieder spielen kann, oder der Physiotherapeut. Und immer dann, wenn ich gedacht habe, dass es losgeht, ist eine neue Verletzung gekommen."

Schulter, Brust, Bein

Im Moment sieht es für Thanasi Kokkinakis recht gut aus, ein Start in Madrid wäre aber noch zu früh gekommen. Auf Asche möchte der Australier in diesem Jahr auf jeden Fall spielen, spätestens in Roland Garros. "Mir geht es körperlich so gut wie schon lange nicht mehr", so Kokkinakis weiter. "Ganz offensichtlich habe ich keine Fünf-Satz-Matches gespielt, aber ich bin in einer guten Situation, um das zu versuchen."

Ende 2015 musste sich Thanasi Kokkinakis einer Schulteroperation unterziehen, in weiterer Folge verletzte er sich einen Brustmuskel, schließlich auch noch am Bein. "Ich weiß immer noch nicht, ob meine Schulter fünf Sätze durchhält - ich habe so viele Probleme, es fühlt sich fast an wie eine Lebenszeit voller Verletzungen."

Thanasi Kokkinakis im Steckbrief

von Jens Huiber

Dienstag
09.05.2017, 16:20 Uhr