ATP Tokio: Ohne Nishikori - viel Lokalkolorit, aber wenig Chancen

Das Tableau des ATP-Tour-500-Turniers in Tokio ist gut mit Lokalmatadoren gefüllt. Außenseiterchancen auf den Sieg hat in Absenz von Kei Nishikori aber wohl nur einer: Yoshihito Nishioka.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.10.2022, 15:56 Uhr

Auf Yoshihito Nishioka ruhen in Tokio die einheimischen Hoffnungen
© Getty Images
Auf Yoshihito Nishioka ruhen in Tokio die einheimischen Hoffnungen

Wenig hört an dieser Tage von Kei Nishikori, dem immer noch erst 32-jährigen japanischen Aushängeschild im Männertennis. Nishikoris letztes Match datiert aus Indian Wells im vergangenen Jahr, da wurde bekanntlich im Herbst gespielt. Und für den US-Open-Finalisten von 2014 kam das Aus in Runde zwei gegen Daniel Evans. Und so fehlt dem ATP-Tour-500-Event in Tokio sein jahrelanges Aushängeschild.

Andererseits ist es erst ein paar Tage her, als Yoshihito Nishioka im Endspiel von Seoul seinen Gegner Denis Shapovalov an die Grenze des Wahnsinns getrieben hat. Und mit seinem zweiten Karriere-Titel aus Südkorea gen Heimat abflog. Nishioka ist sicherlich die größte Hoffnung auf einen Heimsieg in Tokio. Der Auftaktgegner Miomir Kecmanovic hat indes immer mal wieder ein überraschendes Hoch in seinem Repertoire.

An professionellen Tennisspielern mangelt es der Sportnation Japan jedenfalls nicht: Gleich elf Lokalmatadoren waren im 16er-Tableau der Qualifikation vertreten, also etwas weniger als drei Viertel. Von den vier Plätzen im Hauptfeld sind dann aber auch drei an Japaner gegangen: an Yuta Shimizu (der immerhin Nicolas Jarry und Max Purcell besiegen konnte), Sho Shimabukuro und Rio Noguchi.

Kein Ausnahmetalent in Sicht

Hiroki Moriya rutschte als Lucky Loser noch in das Hauptfeld, wo er zum Auftakt gegen Shimizu glatt gewann. Ebenso wie Noguchi gegen Ramkumar Ramanathan, den einzigen Nicht-Japaner, der die Quali überstanden hat. Rio Noguchi (aktuell die Nummer 291 der Welt) und Yuta Shimizo (Nummer 451) sind mit jeweils 23 Jahren aber noch zwei der jüngeren Einheimischen, die in Tokio angegriffen haben. Taro Daniel, neben Nishioka der einzige aktuelle Top-100-Spieler Japans, zählt auch schon 29 Lenze.

Ein Ausnahmetalent wie Kei Nishikori ist nicht in Sicht, da täuschen weder ein gut besetztes 32er-Raster mit insgesamt neun Japanern noch der Sieg von Yoshihito Nishioka in Seoul hinweg. Vielleicht muss der alte Meister ja doch noch einmal selbst ran.

Hier das Einzel-Tableau in Tokio

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Dienstag
04.10.2022, 16:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.10.2022, 15:56 Uhr

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